Die neue Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung sieht einen Rückzug aus der internationalen Zusammenarbeit sehr kritisch. Es brauche in diesen Zeiten mehr und neue Partnerschaften.
Entwicklungszusammenarbeit ist für die Vorsitzende der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, Annegret Kramp-Karrenbauer, viel mehr als eine nette Sache. „Ich finde es bedenklich, dass Entwicklungszusammenarbeit als etwas gesehen wird, von dem man sich international zurückziehen kann. Motto: Wir machen nur noch national etwas, vielleicht noch ein bisschen Europa, und alles andere ist Geldverschwendung“, sagte die ehemalige Bundesverteidigungsministerin am Montag in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin.
Ein Problem sieht Kramp-Karrenbauer hier bei rechten Gruppierungen. „Der Rechtspopulismus fördert diese Haltung“, so die Kritik Kramp-Karrenbauers. Den Einsatz von Mitteln zu hinterfragen, finde sie durchaus berechtigt, aber die Arbeit generell infrage zu stellen, ist aus ihrer Sicht strategisch falsch. „Wir erleben, dass alte Bündnisse unter Druck stehen, und brauchen neue Partnerschaften“, sagte die ehemalige CDU-Parteivorsitzende.
Der Haushalt des Entwicklungsministerium war zuletzt deutlich geschrumpft. Im Haushaltseckpunkteplan für 2027 sind weitere Kürzungen vorgesehen. Auch bei der humanitären Hilfe gibt es erhebliche Kürzungen.
Text: KNA | Bild: Christopher Beschnitt/KNA







