
Mehrere Hilfswerke haben zehn Titel im Bundeshaushalt untersucht. Ihr Ergebnis: 500 Millionen Euro weniger für die Gesundheit von Kindern in vielen Teilen der Welt. Sie fordern den Bundestag zum Handeln auf.

„Solidarität nicht kaputtsparen“: Unter diesem Motto sammelt das katholische Hilfswerk Misereor Unterschriften, um bei Bundestag und Bundesregierung gegen weitere Kürzungen im Entwicklungsbereich Druck zu protestieren. Eine erste Übergabe von Stimmen ist bereits für den kommenden Dienstag geplant.

Jeder Euro für Entwicklungszusammenarbeit lässt deutsche Exporte einer neuen Studie zufolge um 2,50 Euro steigen. Das wirke sich positiv auf den Arbeitsmarkt hierzulande aus und sichere Hunderttausende Jobs.

Die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit werden seit Jahren gekürzt. Insbesondere im Bereich der Gesundheitsförderung ist das laut einer Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung der falsche Weg – auch für Deutschland.

Mit einem dramatischen „Weckruf“ hat sich die Deutsche Kommission Justitia et Pax an die Öffentlichkeit gewandt. Sie warnt vor autoritären Tendenzen in Politik und Gesellschaft – und fordert, dem Autoritarismus zu widerstehen und entgegenzutreten.

Die militärische Zeitenwende ist eines der großen aktuellen Themen. Verständlich, findet der Chef der Hilfsorganisation Misereor. Zugleich solle aber intensiver über die Fähigkeit zum Frieden gesprochen werden.

Die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit ist ein großer Player in der Entwicklungszusammenarbeit – aber nicht immer läuft alles rund. Und auch hier muss gespart werden.

Im Bundeshaushalt für 2027 müssen viele Ressorts sparen, darunter auch das Entwicklungsministerium. Die zuständige Ministerin versucht, das Positive in der weiteren Kürzung ihres Etats zu betonen.

Die Gelder für deutsche Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe werden seit einigen Jahren deutlich gekürzt. Aus Sicht des Entwicklungshilfswerks Misereor drohen dadurch mehr Armut, mehr Hunger, mehr Tote.

Vor den Haushaltsberatungen erhöhen die Kirchen den Druck auf die Regierung. Sie warnen vor weiteren Kürzungen der Entwicklungshilfe und fordern die Bundesregierung auf, Deutschlands internationale Zusagen einzuhalten.