Mädchen sind auf der Flucht besonders gefährdet. Anlässlich des Weltflüchtlingstags fordert das Kindermissionswerk stärkere Schutzmaßnahmen und bessere Bildungsangebote.
Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni macht das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ auf die besonderen Gefahren aufmerksam, denen Mädchen auf der Flucht ausgesetzt sind. Weltweit sind Millionen Menschen gezwungen, ihre Heimat wegen Krieg, Verfolgung, Gewalt, Armut oder Naturkatastrophen zu verlassen. Der Weltflüchtlingstag erinnert jährlich an die Situation von Geflüchteten und Vertriebenen weltweit.
Nach Angaben des Hilfswerks sind Mädchen besonders häufig von sexueller Gewalt, Menschenhandel, Ausbeutung und Frühverheiratung bedroht. „Flucht bedeutet für Kinder immer den Verlust von Geborgenheit und Sicherheit. Für Mädchen kommen zusätzliche Risiken hinzu: Sie sind in besonderem Maße von sexueller Gewalt, Menschenhandel, Ausbeutung und Frühverheiratung bedroht“, betont Geschäftsführerin Anne Wunden. Oft fehlten auf der Flucht oder in Flüchtlingsunterkünften geschützte Räume und verlässliche Schutzstrukturen.
Besonders dramatisch sei die Situation in Kriegs- und Konfliktregionen. So würden in vielen Kriegen Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen als Kriegswaffe eingesetzt. Das Kindermissionswerk fordert deshalb, die besonderen Bedürfnisse von Mädchen in humanitären Krisen stärker zu berücksichtigen. Dazu gehörten sichere Unterkünfte, Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt, psychosoziale Unterstützung und der Zugang zu Bildung.
Das Hilfswerk unterstützt nach eigenen Angaben weltweit Projekte für geflüchtete Kinder, unter anderem im Südsudan, in Syrien, Venezuela, dem Libanon und der Ukraine. Die Programme umfassen Nahrungsmittelhilfe, medizinische Versorgung, Bildungsangebote und psychosoziale Begleitung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Schutz und der Förderung von Mädchen. Bildungsangebote und Kinderrechte-Projekte sollen dazu beitragen, Armut, Abhängigkeiten und Frühverheiratungen vorzubeugen.
„Jedes Mädchen hat das Recht auf ein Leben in Würde und Sicherheit und auf eine selbstbestimmte Zukunft. Für diese Rechte setzen wir uns mit ganzer Kraft gemeinsam mit unseren Partnern ein“, sagt Wunden.
Text: weltkirche.de mit Information von KMW | Bild: billionphotos.com/stock.adobe.com






