Caritas-Hilfsgüter Bild: Gernot Ritthaler/Caritas international

Caritas: Flutopfer in Nepal unter Schock – große Spendenbereitschaft

Dank hoher Spenden in Deutschland weitet Caritas international seine Hilfen für die Flutopfer in Nepal aus. Es bleibt extrem schwierig, die Katastrophenregion zu erreichen. Weitere Erdrutsche und Schlammlawinen drohen.

Viele Überlebende der Flutkatastrophe in Nepal stehen nach Einschätzung von Caritas international unter Schock. „Viele haben Angehörige verloren oder wissen nicht, ob sie noch leben. Besonders dramatisch ist die Situation vieler Kinder, die ihre Eltern oder Geschwister vermissen oder vorübergehend bei Verwandten und Nachbarn untergebracht werden mussten“, sagte Julia Gietmann von Caritas international am Montag in Freiburg.

Caritas Nepal habe begonnen, in Schulen und Gemeindehäusern, die als Notunterkünfte dienen, Lebensmittel und Decken zu verteilen. In Planung sei eine Suppenküche, um täglich für 1.500 Menschen zu kochen. Caritas international kündigte an, dank der „großen Spendenbereitschaft der deutschen Bevölkerung“ die Hilfen auszuweiten.

Die Hilfe sei extrem schwer zu organisieren, weil Brücken zerstört und Wege und Straßen kaum passierbar sind. Anhaltender Regen erschwere die Hilfen. Es bestehe die Gefahr von neuen Erdrutschen und Schlammlawinen. Caritas international rechnet damit, dass Hilfen über Monate nötig sein werden. Betroffen seien nach aktuellen Schätzungen fast 100.000 Menschen. 900 Tote seien inzwischen geborgen worden, weitere 4.000 Personen seien vermisst. Dabei kommen aus dem tibetischen Katastrophengebiet wegen der chinesischen Nachrichtensperre kaum Angaben zur Zahl der Opfer.

Text: KNA | Bild: Gernot Ritthaler/Caritas international


Informationen zur Nepal-Hilfe

Neben Caritas international helfen auch Misereor, Missio Aachen und Missio München in Nepal. Mehr Information zur Arbeit der Werke finden Sie auf deren Internetseiten.


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