Caritas international äußert sich bestürzt über den Tod einer Mitarbeiterin im ukrainischen Charkiw. Die Hilfsarbeit gehe trotz größter Gefahren weiter, heißt es.
Im ostukrainischen Charkiw hat nach Angaben der Caritas eine russische Rakete eine Mitarbeiterin der Hilfsorganisation getötet. Am Wochenende sei ihr Wohnhaus durch den Raketentreffer vollständig zerstört worden, teilte Caritas international am Montag in Freiburg mit. Der zehnjährige Sohn der Frau habe überlebt. Die Sozialarbeiterin habe engagiert und hingebungsvoll in einem Caritas-Team für medizinische Hilfen gearbeitet und sich täglich für Menschen eingesetzt, die Hilfe am nötigsten brauchten.
„Wir sind tief erschüttert über den Tod unserer Kollegin der Caritas Ukraine. Gleichzeitig sind wir sehr froh, dass ihr zehnjähriger Sohn diese Tragödie überlebt hat“, sagte Oliver Müller, Leiter von Caritas international und Vorstand Internationales, Migration und Katastrophenhilfe des Deutschen Caritasverbande. Es sei bereits der zweite schwere Schicksalsschlag, den die Familie der Mitarbeiterin in diesem Krieg erleide, bereits 2022 habe sie aus ihrer Heimatstadt Wowtschansk fliehen müssen.
Caritas international betonte, der Tod der Mitarbeiterin mache erneut deutlich, welche Risiken die humanitären Helfer eingehen. Trotz aller Gefahren habe die Caritas ihre Hilfen auch viereinhalb Jahre nach Kriegsbeginn nicht eingestellt, sondern weiter ausgebaut, hieß es. Seit einigen Monaten nehme die Zahl der russischen Raketen- und Drohnenangriffe im Osten und Süden der Ukraine weiter zu.
Text: KNA | Bild: Caritas Ukraine





