Papst Leo XIV. bei der "Messe zur Bewahrung der Schöpfung" am 9. Juli 2025 im Garten des päpstlichen Sommersitzes in Castel Gandolfo (Italien). Bild: Cristian Gennari/Romano Siciliani/KNA

Papst kritisiert Umweltzerstörung durch Kriege

Wenn öffentliche Gelder für Rüstung ausgegeben werden, bleibt weniger für den Klimaschutz. Zudem erhöhen Kriege den CO2-Ausstoß. Neben menschlichem Leid bringt Krieg auch Nachteile für die Umwelt, mahnt der Papst.

Papst Leo XIV. hat mangelnden Umwelt- und Klimaschutz durch vermehrte kriegerische Auseinandersetzungen angeprangert. „Aufgrund der Kriege der letzten Jahre wurde der Fortschritt auf diesem Gebiet stark gebremst“, sagte er am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Alle, die sich für eine ganzheitliche Ökologie einsetzen, rufe er auf, ihr Engagement zu erneuern.

„Im Jubiläumsjahr des Heiligen Franz von Assisi erinnern wir uns an seine Botschaft des Friedens mit Gott, mit unseren Brüdern und Schwestern und mit allen Geschöpfen“, sagte er mit Blick auf den 800. Todestag des als Schutzpatron der Tiere und der Umwelt verehrten Heiligen Franziskus (1181/82-1226).

Ebenso verwies er auf die sogenannte „Laudato-si-Woche“, die bis kommenden Sonntag der Bewahrung der Schöpfung gewidmet ist und alle Menschen zum Engagement aufrufe. Sie ist inspiriert von der 2015 veröffentlichten Umweltenzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus (2013-2025).

Weiter forderte er vor Tausenden Menschen auf dem Petersplatz einen sorgsamen Umgang mit technologischem Fortschritt. „Im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz rufe ich alle dazu auf, sich für Kommunikationsformen einzusetzen, die stets die menschliche Wahrheit achten“, mahnte der Papst. Auf dieses Leitprinzip sollte jede technologische Innovation ausgerichtet sein. Den in vielen Ländern begangenen Welttag der sozialen Kommunikationsmittel widme er daher dem Thema „Stimmen und Gesichter des Menschen schützen“.

Text: KNA | Bild: Cristian Gennari/Romano Siciliani/KNA


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