Kürzungen der Bundesregierung bei der Entwicklungszusammenarbeit sorgen seit längerem für Debatten. Nun positioniert sich auch die Deutsche Kommission Justitia et Pax klar. Für ihren Vorsitzenden ist gute Entwicklungszusammenarbeit ein Gebot der politischen Vernunft.
Die Deutsche Kommission Justitia et Pax warnt vor weiteren Kürzungen in der Entwicklungshilfe. „Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass eine gut wirksame Entwicklungszusammenarbeit einen wichtigen Beitrag zur Überwindung von Spaltungen und Konflikten leisten kann“, sagte der Vorsitzende und Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz am Wochenende in Berlin.
Entwicklungszusammenarbeit sei kein Luxus, sondern ein Gebot der politischen Vernunft, so der katholische Geistliche weiter. „Entsprechend ermutige ich die Bundesregierung, dieses Themenfeld langfristig strategisch zu verstehen und zu stärken und Versuchungen zu widerstehen, das Ganze vor allem unter kurzfristigen ökonomischen Interessen zu betrachten.“ Der Paderborner Erzbischof äußerte sich zum Abschluss der Jahrestagung der Deutschen Kommission Justitia et Pax (Gerechtigkeit und Frieden).
Diese wurde 1967 gegründet und versteht sich als Forum der katholischen Einrichtungen und Organisationen, die im Bereich der internationalen Verantwortung der Kirche in Deutschland tätig sind. Sie wird getragen von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken.
Text: KNA | Bild: Julia Steinbrecht/KNA







