Dr. Stefan Heße, Erzbischof von Hamburg, und Flüchtlingsbischof, 2024. Bild: Julia Steinbrecht/KNA

Flüchtlingsbischof Heße reist in die USA und nach Mexiko

Jahr für Jahr unternimmt ein Vertreter der deutschen Bischöfe eine flüchtlingspolitische Solidaritätsreise ins Ausland. Diesmal besucht Erzbischof Heße den amerikanischen Kontinent.

Erzbischof Stefan Heße, Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, ist zu einer einwöchigen Amerika-Reise aufgebrochen. Bis 27. August will er sich laut einer Mitteilung in Mexiko und im US-Bundesstaat Texas über die Situation von Geflüchteten und Migranten informieren.

Heße, der bereits am Mittwoch in Mexiko eintraf, sagte zu Beginn der Reise: „In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Menschen aus dem südlichen Amerika in Richtung Norden aufgebrochen. Ob sie vor Gewalt und Repression fliehen müssen oder der Not und Perspektivlosigkeit in ihrer Heimat entkommen wollen – sie eint die Hoffnung auf ein Leben in Sicherheit und Würde in den USA.“

Zuletzt sei Mexiko jedoch für viele Betroffene zur Endstation geworden, so der Geistliche. „Die Politik der aktuellen US-Regierung ist nicht nur restriktiv, sondern weist humanitären Grundsätzen kaum Bedeutung zu“, kritisierte er. Das werde auch von der katholischen Kirche in den USA immer wieder nachdrücklich moniert.

„Während meiner Reise nach Mexiko und in die USA werde ich Geflüchteten und Migranten auf beiden Seiten der Grenzbefestigung begegnen“, sagte Heße. Er wolle zudem mehrere Initiativen kennenlernen, deren Ziel es sei, die Not der Menschen zu lindern. „In einem Umfeld, in dem Haftanstalten statt Herbergen errichtet werden, darf die Stimme der Kirche nicht fehlen“, betonte der Hamburger Erzbischof. Er wolle daher persönlich ein Zeichen der Solidarität und Mitmenschlichkeit setzen.

Text: KNA | Bild: Julia Steinbrecht/KNA

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