Die Straße von Hormus, Golf von Oman, Persischer Golf zwischen Kuwait, Bahrain, Katar, Saudi-Arabien, Oman und Iran. Weltkirche.de-Karte. Karten-Daten: OpenStreetMap-Mitwirkende

Besorgnis über Schicksal von Seeleuten in der Straße von Hormus

Der Irankrieg hat sich erneut verschärft. Derweil sitzen im Persischen Golf weiter Tausende Seeleute fest. Viele Schiffe wurden von ihren Reedereien bereits aufgegeben – mitsamt Seeleuten.

Vor dem Hintergrund einer neuen Eskalation im Irankrieg hat sich das UN-Menschenrechtsbüro besorgt über das Schicksal von Schiffspersonal im Persischen Golf geäußert. Durch die Blockade der Straße von Hormus steckten mindestens 6.000 Seeleute auf rund 400 Schiffen fest, sagte eine Sprecherin am Freitag in Genf. Dies sei nur eine Untergrenze; insbesondere kleinere Schiffe würden nicht erfasst.

Mindestens neun Schiffe mit 93 Crewmitgliedern seien von den Eignern im Stich gelassen worden und ohne jede Unterstützung. Im Fall von Kampfhandlungen seien die Seeleute tödlichen Angriffen ausgesetzt, sagte die Sprecherin Shabia Mantoo unter Verweis auf bislang 17 Todesopfer. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk rufe Staaten, Reeder und andere Beteiligte auf, für den Schutz ziviler Schiffe und ihrer Besatzungen Sorge zu tragen.

Am Donnerstag hatte die Internationale Seeschifffahrts-Organisation IMO zu einer Deeskalation aufgerufen. Angesichts der Angriffe von Houthi-Milizen auf Tanker im Roten Meer erklärte Generalsekretär Arsenio Domínguez Velasco, Schiffsbetreiber müssten die Risiken vor Durchfahrten gründlich bewerten. Seeleute dürften niemals einer Gefahr ausgesetzt oder in Konflikten zur Zielscheibe werden. Durch die anhaltenden Angriffe auf Schiffe drohe eine Eskalation, eine weitere Störung der Handelsrouten und die Unterhöhlung des Grundsatzes freier Schifffahrt, sagte Domínguez.

Die indische Generaldirektion für Schifffahrtsverwaltung erließ derweil eine Warnung an Schiffseigner. Diese sollten darauf verzichten, indische Seeleute durch in den Golf von Oman und die Straße von Hormus zu schicken. Nach Angaben indischer Medien wurden bei Angriffen in der Straße von Hormus bislang 15 indische Seeleute getötet. Zuletzt hatte die US-Armee drei Öltanker beschossen, die mutmaßlich trotz US-Blockade in iranischen Häfen mit Öl beladen worden waren. Gleichzeitig gibt es Meldungen von Marschflugkörper-Angriffen iranischer Einheiten auf Schiffe in der Straße von Hormus.

Text: KNA | Bild: Weltkirche.de-Karte, Karten-Daten: OpenStreetMap-Mitwirkende

24.07.2026, 15:55: Warnung Indiens /dr

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