Im Osten des Kongo sind Behörden in Alarmbereitschaft. Immer mehr Menschen sterben – Todesursache ist wohl Ebola. Warum sich die Krankheit so schnell ausbreitet und Grenzen überschreitet.
In der Demokratischen Republik Kongo steigt die Zahl der Ebola-Toten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Freitagnacht wurden im Osten des Landes bisher 80 Todesfälle gemeldet, die auf das Ebola-Virus zurückgehen. Es gebe weitere 246 Verdachtsfälle. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und das Zentrum für Seuchenkontrolle der Afrikanischen Union hatten den Ebola-Ausbruch am Freitag bestätigt.
Einen ersten Todesfall bestätigte auch das Nachbarland Uganda. In der Mitteilung des Gesundheitsministeriums hieß es, ein Kongolese sei am Montag in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Kampala gekommen und am Donnerstag an Ebola gestorben. Seine Leiche sei bereits in den Kongo überführt worden.
Betroffen im Kongo ist die Provinz Ituri im Osten des Landes und dort die Gesundheitszonen Mongwalu und Rwampara. Fälle wurden auch aus der Provinzhauptstadt Bunia gemeldet.
Unsichere Lage begünstigt Verbreitung
Dass sich die Krankheit schnell ausbreitet, liegt Experten zufolge an einer hohen Mobilität innerhalb der Bevölkerung – auch über Landesgrenzen hinweg. Weitere Faktoren sind demnach die unsichere Lage in der Region, das Auftreten des Virus im dicht besiedelten Gebiet der Provinzhauptstadt Bunia, Lücken bei der Erfassung von Kontaktpersonen und Probleme der medizinischen Versorgung.
„Die Demokratische Republik Kongo verfügt über umfassende Erfahrung bei der Reaktion auf Ebola-Ausbrüche“, sagte Mohamed Janabi, WHO-Regionaldirektor für Afrika. Die WHO kündigte an, fünf Tonnen Hilfsgüter in das zentralafrikanische Land zu fliegen. Darunter seien Materialien zur Infektionsprävention und -kontrolle sowie Ausrüstung für den Transport von Laborproben. Auch Hilfsorganisationen sind vor Ort.
Es ist der 17. registrierte Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo, seit das Virus 1976 erstmals in Yambuku in der Provinz Équateur identifiziert wurde. Der nahe gelegene Fluss Ebola gab dem Virus seinen Namen. Der letzte Ausbruch endete erst im Dezember 2025.
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Text: KNA | Bild: dr/weltkirche.de





