21. Mai 2026, bundesweit
Am 21. Mai 2026 findet bundesweit der Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“ statt. Im Umfeld des UNESCO-Welttags der kulturellen Vielfalt werden zahlreiche Aktionen von unterschiedlichen Organisationen, Bündnissen oder auch Einzelpersonen durchgeführt und so vielfältige Zeichen für den Zusammenhalt in der freien und vielfältigen deutschen Gesellschaft gesetzt . Alle bereits angemeldeten Aktionen sind im Veranstaltungskalender vermerkt. Den Hintergrund für den Aktionstag bilden die 15 Thesen „Zusammenhalt in Vielfalt“ der Initiative kulturelle Integration, die sowohl das gemeinsam erarbeitete Verständnis von kultureller Integration wie ihr Bekenntnis dazu wiedergeben.
Bischöfin Kirsten Fehrs, Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), sagte während einer Pressekonferenz zur Vorstellung des Aktionstages, die Gesellschaft lebe von kultureller Vielfalt, sie brauche aber auch gemeinsame Werte. Kultur und Religion könnten beides leisten: Sie eröffneten Freiräume für Unterschiedlichkeit und stifteten zugleich Zusammenhalt. „Wo Religionsgemeinschaften sichtbar und dialogisch am öffentlichen Leben teilnehmen, stärken sie Integration. Sie können Räume öffnen, in denen Menschen einander begegnen, Unterschiede aushalten und Gemeinsames entdecken“, so Fehrs.
Daniela Schneckenburger, Beigeordnete für Kultur beim Deutschen Städtetag, fügte hinzu: „Städte leben Vielfalt. Sie sind ein Abbild der Menschen, die in den Städten leben und dort ihren kulturellen Hintergrund einbringen. Das wollen wir mit einem gemeinsamen Aktionstag deutlich machen und auch feiern.“ Die offenen und liberalen Stadtgesellschaften brauchten daher diesen gemeinsamen Auftritt, um sich einander gegen die zu stärken, die auf Spaltung setzten.
Mitmachen
Auf https://www.kulturelle-integration.de/aktionstag-zusammenhalt-in-vielfalt/ gibt es einen Veranstaltungskalender, in den auch eigene Veranstaltungen eingetragen werden können. Zudem gibt es Engagementideen und Social Media-Templates für die eigene Pressearbeit.
Die Initiative wird auch von zahlreichenden Medienschaffenden unterstützt. Robert Skuppin, Programmdirektor des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), erklärte, nie sei es wichtiger gewesen als heute, Zusammenhalt und Vielfalt sichtbar zu machen. „Als öffentlich-rechtlicher Sender in der Hauptstadtregion begleitet der rbb den bundesweiten Aktionstag ‚Zusammenhalt in Vielfalt‘ als Medienpartner. In Radio, Fernsehen und auf unseren digitalen Plattformen zeigen wir, wie vielfältig unsere Gesellschaft ist und wie sehr sie vom respektvollen Miteinander lebt.“ Die Initiative kulturelle Integration vereine Akteurinnen und Akteure aus nahezu allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.
Auch der Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, äußerte sich zum geplanten Aktionstag. „Kulturelle Vielfalt gehört zum Selbstverständnis unseres Landes und ist eine tragende Säule unserer Demokratie. Sie lebt von Freiheit, Verantwortung und einer gemeinsamen Wertebasis. Der Aktionstag ‚Zusammenhalt in Vielfalt‘ zeigt, dass unterschiedliche kulturelle Prägungen und Ausdrucksformen unser Zusammenleben bereichern – fest auf dem Boden unseres Grundgesetzes und einer offenen, wehrhaften Demokratie. Gerade jetzt kommt es darauf an, Vielfalt und Zusammenhalt nicht gegeneinander auszuspielen, sondern beides zu stärken. Deshalb lade ich alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich am bundesweiten Aktionstag zu beteiligen und ein sichtbares Zeichen für kulturelle Vielfalt, Respekt und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu setzen. Diese freiheitliche Kultur verteidigen wir gegen alle Extremisten, die sie von rechts, von links oder aus religiösem Fanatismus angreifen. Kultur braucht Vielfalt und klare gemeinsame Werte.“
Die Initiative kulturelle Integration, die hinter dem Aktionstag steht, hatte sich im Jahr 2016 u.a. auf Anregung des Bundesministeriums des Innern und für Heimat und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gebildet. Ihr gehören 28 Organisationen und Institutionen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen an, darunter neben den großen Kirchen, Landkreis- und Städtetag, Migrantenorganisationen und dem Zentralrat der Juden in Deutschland auch ARD, ZDF, zahlreiche Gewerkschaften sowie Sportverbände.
Text: DBK/Bearbeitung: weltkirche.de | Bild: Initiative kulturelle Integration







