Armut, Hunger und ein versagender Staat: Im Südsudan kämpfen Millionen Menschen ums Überleben. Partner des katholischen Hilfswerks Misereor sind in dem Land aktiv, insbesondere im Bildungs- und Flüchtlingsbereich. Der Freiburger Erzbischof Burger will sich nun vor Ort ein Bild der Lage machen.
Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger und der Chef der katholischen Entwicklungsorganisation Misereor, Andreas Frick, fliegen am Freitag (4. September) für Projektbesuche in den Südsudan. Eine Woche lang geht es auf der Reise um Unterstützung für Geflüchtete, um Bildungsarbeit und Frauenrechte. Misereor und Caritas international engagieren sich seit langem in dem Krisenstaat.
Geplant sind Projektbesuche in der Hauptstadt Juba sowie in zwei weiteren Städten des Zwölf-Millionen-Einwohner-Landes. Zudem soll es einen Austausch mit kirchlichen Vertretern aus dem Land geben. Etwa 60 Prozent der Bevölkerung des Südsudans sind Christen.
Auch 15 Jahre nach der Unabhängigkeit vom Sudan leiden die Menschen im Südsudan weiter unter den Folgen des Bürgerkriegs. Millionen Menschen hungern, Hunderttausende leben in Flüchtlingslagern. Das Land hat eine der weltweit niedrigsten Lebenserwartungen. Gelder aus der großen Erdölförderung gehen meist nur an die Eliten, was immer wieder Auslöser neuer Konflikte ist.
In vielen Regionen des Landes gibt es keine funktionierende Gesundheitsversorgung und keine staatlichen Schulen. Die katholische Kirche engagiert sich stark für Bildung – auch mit Unterstützung aus Deutschland.
Text: KNA | Bild: Karte – OpenStreetMap-Mitwirkende, Bearbeitung – Weltkirche.de





