Deutsche Bischofskonferenz ruft zu Spenden für Venezuela auf

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer, ruft eindringlich zu Spenden für die Opfer der Erdbeben in Venezuela auf. „Wir müssen jetzt helfen“, sagte Wilmer laut einer Pressemitteilung.

Am 24. Juni 2026 haben zwei schwere Erbeben den Norden Venezuelas erschüttert. Nach offiziellen Angaben verloren dabei mehr als 4.700 Menschen ihr leben; täglich werden weitere Tote gefunden. Tausende werden noch immer noch vermisst. „Und viele, die überlebt haben, stehen buchstäblich vor den Trümmern ihrer Existenz. Sie haben ihre Familienangehörigen, ihre Freunde, ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Begleiten wir sie in unserem fürbittenden Gebet“, berichtet der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer (Münster).

Zahlreiche Organisationen sind vor Ort und leisten Nothilfe, darunter zahlreiche Ehrenamtliche und Mitarbeitende der Bistümer vor Ort und der Caritas Venezuela. Sie versorgen die Betroffenen rund um die Uhr mit Lebensmitteln, Medikamenten, Hygieneartikeln und Materialien für Notunterkünfte. „Über sie“, so Bischof Wilmer, „kommt unsere Hilfe direkt bei den Notleidenden an. Wir dürfen die Opfer der Erdbeben nicht allein lassen und müssen jetzt helfen!“

Unmittelbar nach der Katastrophe haben mehrere deutsche (Erz-)Bistümer und Hilfswerke größere Summen für die Akuthilfe bereitgestellt. „Dafür bin ich sehr dankbar, auch für Sammlungen in Pfarrgemeinden und die vielen Einzelspenden“, erklärt Bischof Wilmer. „Diese weltkirchliche Solidarität wird in Venezuela mit großer Dankbarkeit wahrgenommen.“

Nun rief der Bischof von Münster zu weiterer Unterstützung der Nothilfe auf und machte auf die Arbeit des deutschen Caritas-Hilfswerks aufmerksam. Caritas international, das Katastrophenhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland, arbeite eng mit der Caritas Venezuela zusammen. „Die kirchlichen Partner vor Ort können schnell und effektiv Hilfsgüter verteilen; auch unterstützen sie die zum Teil stark traumatisierten Menschen mit psychosozialen Angeboten“, so Wilmer. Denn der Wiederaufbau werde noch Jahre dauern.



weltkirche.de/DBK

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