Eine Hand in Form einer Friedenstaube: Das Menschenrechtslogo Bild: Logo für Menschenrechte/humanrightslogo.net

Nach Einbrüchen: Menschenrechtszentrum in Mexiko schließt vorerst

Das mexikanische „Fray Matías de Córdova“-Menschenrechtszentrum gilt als wichtige Anlaufstelle für Migranten im Grenzgebiet zu Guatemala. Doch zuletzt stieg der Druck auf die Einrichtung. Nun ziehen die Verantwortlichen vorübergehend die Reißleine.

Wegen fehlender Garantien für seine humanitäre Arbeit hat ein Menschenrechtszentrum in der südmexikanischen Unruheregion Chiapas die Einrichtung vorübergehend geschlossen. Das Zentrum „Fray Matías de Córdova“ in Tapachula im Grenzgebiet zu Guatemala, das sich der Betreuung von Migranten widmet, war nach eigenen Angaben binnen 72 Stunden zweimal durchsucht worden. Ein geltender Schutzmechanismus für Menschenrechtsverteidiger und Journalisten habe nicht gegriffen, so die Verantwortlichen.

Einem Bericht des Portals Proceso vom Dienstag Ortszeit zufolge hatte das Menschenrechtszentrum bereits einen ersten Einbruch und einen „Diebstahl von Computern, Telefonen und Dokumenten“, die in direktem Zusammenhang mit der Verteidigung von Migranten stünden, in der vergangenen Woche beklagt. „Es beunruhigt uns besonders, dass andere Wertgegenstände nicht entwendet wurden“, hieß es in einer Erklärung des Hauses. Das lasse vermuten, dass der Diebstahl darauf abziele, Informationen über die Arbeit für die Rechte von Migranten zu erlangen.

Zu Wochenbeginn habe es „einen zweiten Einbruch und einen Diebstahl mit der klaren Absicht gegeben, uns einzuschüchtern, unsere Arbeit zur Verteidigung der Menschenrechte zu behindern und zu zerschlagen“. Nun entschied sich das Zentrum, die Arbeit vorerst einzustellen. Es fordert die örtlichen Behörden und die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates auf, die Vorfälle sorgfältig zu untersuchen und Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Text: KNA | Bild: Logo für Menschenrechte/humanrightslogo.net

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