Der tödliche Angriff auf eine Schule während der amerikanisch-israelischen Militäroperation gegen den Iran sorgt international für Entsetzen. Jetzt reagieren die UN.
Mindestens 165 Mädchen sollen bei einem Raketenangriff auf eine iranische Mädchenschule getötet worden sein – die UN fordern nun eine unabhängige Aufklärung des Falls. Während der Iran Israel und die USA verantwortlich macht, dauern die Ermittlungen dazu an. „Ein Angriff auf eine Schule stellt einen schwerwiegenden Angriff auf Kinder, auf die Bildung und auf die Zukunft einer ganzen Gemeinschaft dar“, erklärten UN-Experten am Freitag in Genf. „Es gibt keine Entschuldigung dafür, Mädchen in einem Klassenzimmer zu töten.“
Die UN beziehen sich auf Berichte, wonach am vergangenen Samstag eine mutmaßlich von den USA oder Israel abgefeuerte Rakete die Mädchenschule in Minab im Süden des Landes traf. Die Ortschaft befindet sich in unmittelbarer Nähe zur strategisch wichtigen Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet. Bei den Todesopfern handele es sich vor allem um Schülerinnen im Alter von sieben bis zwölf Jahren. Das Schulgebäude sei größtenteils zerstört worden.
„Die gemeldete Zerstörung einer Schule und die Tötung von Mädchen in einem Klassenzimmer gehören zu den eklatantesten Beispielen dafür, wie ein Konflikt Mädchen im Handumdrehen die Zukunft rauben kann“, so die UN-Experten. Auch im Krieg dürften Bildungseinrichtungen nie zu militärischen Zielen werden.
Text: KNA | Bild: Günter Vahlkampf/KNA


