Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. (2026) Bild: Marko Orlovic/Deutsche Bischofskonferenz

Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Die Deutsche Bischofskonferenz hat den Bischof von Hildesheim, Dr. Heiner Wilmer SCJ, zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Er folgt auf Bischof Dr. Georg Bätzing – und wird die Deutsche Bischofskonferenz in den nächsten sechs Jahren nach außen vertreten.

Heiner Wilmer wurde am 9. April 1961 in Schapen (Emsland) geboren. Als Herz-Jesu-Priester wirkte er nach Studienaufenthalten in Rom und Freiburg und seiner Priesterweihe 1987 zunächst in Meppen, dann auch in Vechta, Handrup und der New Yorker Bronx. Von 2007 bis 2015 war Wilmer Provinzial der Deutschen Ordensprovinz der Herz-Jesu-Priester in Bonn und wirkte im Anschluss als Generaloberer des Ordens in Rom. Am 6. April 2018 ernannte Papst Franziskus Heiner Wilmer zum Bischof von Hildesheim, drei Monate später erhielt er die Bischofsweihe. In der Deutschen Bischofskonferenz stand er von 2019 bis 2024 der Deutschen Kommission Justitia et Pax vor und war bis zuletzt Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen.

Das katholische Hilfswerk Missio Aachen und das Bonifatiuswerk aus Paderborn gratulierten Wilmer zur Wahl an die Spitze der Bischofskonferenz. „Wir wünschen Bischof Wilmer für dieses verantwortungsvolle Amt alles Gute, Kraft und Gottes Segen“, sagte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von Missio Aachen in einer ersten Reaktion. Zudem bot er dem neuen Vorsitzenden Zusammenarbeit im Bereich Weltkirche an. Die Sicht der Partner aus dem globalen Süden sei unverzichtbar, wolle man als Kirche voneinander lernen und solidarisch handeln. „Sie lässt uns über den Tellerrand der Kirche in Deutschland schauen hin zu einer wirklich katholischen Perspektive“, so der Missio-Präsident.

Auch der Generalsekretär des katholischen Diaspora-Hilfswerks Bonifatiuswerk, Monsignore Georg Austen, zeigte sich erfreut über die Wahl und gratulierte Wilmer zur Wahl. Er kenne Bischof Wilmer bereits seit vielen Jahren, berichtete Austen. Wilmer habe sich stets für Glaubensbrüder und -schwestern eingesetzt, die in einer Minderheitensituation in den Umbrüchen dieser Zeit ihr Christsein lebten – und wisse, was Solidarität unter Christen bedeute. Zudem wisse der neue DBK-Vorsitzende als Ordensmann sehr gut, wie wichtig es auch in der Kirche sei, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. „Er hat dabei auch die Weltkirche gut im Blick“, so Austen. Das Bistum Hildesheim ist nach Angaben des Bonifatiuswerks mit einem Katholikenanteil von knapp zehn Prozent selbst ein Diaspora-Bistum.

Die Präsidentin des Zentralrats der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, bezeichnete die Wahl als Richtungsentscheidung der Bischöfe. In den neuen Vorsitzenden der Bischofskonferenz setzten viele Katholikinnen und Katholiken die Hoffnung, „er möge für eine glaubwürdige Kirche streiten, die ihre Stärke gleichermaßen aus Konfliktfähigkeit und Zusammenhalt bezieht“, so Stetter-Karp. Dabei spiele die bereits zurückgelegte Strecke auf dem Synodalen Weg eine entscheidende Rolle. Das ZdK freue sich darauf, den Synodalen Weg mit Bischof Wilmer zusammen weiterzugehen: „Wir brauchen Ihr Herz für Reform und Zusammenhalt.“

Text: weltkirche.de mit Information von Missio Aachen, DBK, ZdK und Bonifatiuswerk | Bild: Marko Orlovic/Deutsche Bischofskonferenz

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