Cholera-Bakterium. Gesundheit. Bild: Kateryna Kon/Stock.adobe.com

Kongo erlebt schweren Cholera-Ausbruch

Die Demokratische Republik Kongo zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Auch wenn Ebola zuletzt erfolgreich bekämpft wurde, ist das Gesundheitssystem teils in beklagenswertem Zustand. Jetzt kommt mit der Cholera eine gefährliche Seuche zurück.

Der Kongo erlebt den schwersten Ausbruch der Cholera seit einem Vierteljahrhundert. Wie das Koordinierungsbüro für humanitäre Hilfe der Vereinten Nationen (OCHA) am Mittwoch in New York mitteilte, wurden in dem zentralafrikanischen Land, das zu den ärmsten der Welt gehört, seit Jahresbeginn mehr als 1.300 Verdachtsfälle und 35 Todesfälle gemeldet. Im vergangenen Jahr gab es mehr als 71.800 Verdachtsfälle und über 2.000 Todesfälle.

Der sich ausbreitende Cholera-Ausbruch erfordere eine sofortige Ausweitung der Hilfsmaßnahmen, erklärte OCHA. Am Montag wurden laut der Organisation 750.000 US-Dollar aus dem Zentralen Nothilfefonds der Vereinten Nationen bereitgestellt. Es handelte sich um die vierte derartige Zuweisung seit Anfang 2025. OCHA rief zu einer stärkeren und flexibleren Finanzierung auf.

Zuletzt hatte es aus der Demokratischen Republik Kongo mit Blick auf den Gesundheitssektor durchaus positive Nachrichten gegeben. So war der Ausbruch des Ebola-Virus in Teilen des Landes innerhalb von nur drei Monaten unter Kontrolle gebracht und beendet worden. Der WHO-Regionaldirektor für Afrika, Mohamed Janabi, hatte dies Ende Dezember 2025 als beeindruckende Leistung bezeichnet. Nationale Behörden, Gesundheitspersonal, Partnerorganisationen und Gemeinden hätten in der schwer zugänglichen Region schnell und geeint gehandelt, so Janabi.

Text: KNA | Symbolbild: Kateryna Kon/Stock.adobe.com

12.02.2026: Hinweis auf erfolgreiche Ebola-Bekämpfung hinzugefügt

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