Schriftzug Krieg - Frieden aus Nullen und Einsen. Symbolbild für Künstliche Intelligenz, AI im Krieg. Bild: Damian Raiser/weltkirche.de

Kein Frieden ohne Sicherheit?! Verantwortungsvolle Politik in bedrohlichen Zeiten

19.10.2026, 19:00 Uhr, Münster

Die Welt ist derzeit geprägt von Kriegen und kriegerischen Auseinandersetzungen: Der amerikanische Angriff auf den Iran, der andauernde Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, der brutale Überfall der Hamas auf Israel und der darauf folgende Krieg im Gazastreifen, der drohende Völkermord im Südsudan – diese und ungezählte weitere Konflikte weltweit haben dazu geführt, dass die Friedens- und Sicherheitspolitik wieder neu ins öffentliche Bewusstsein gerückt ist. Dabei spielt der Aspekt der eigenen »Wehrhaftigkeit« gegenüber militärischen und »hybriden« Bedrohungen (wieder) eine zentrale Rolle. Auch die militärische Unterstützung für die Ukraine ist Gegenstand kontroverser Diskussionen. Viele Menschen, die die sich seit langem der Friedensbewegung verbunden fühlen, ringen angesichts des menschlichen Leidens der Kriegsopfer um die Frage was Frieden bedeutet und wie er gesichert werden kann.

Welche Rolle spielen der Völkermord an den bosnischen Muslimen, der im Massaker von Srebrenica einen traurigen Höhepunkt fand, für das Völkerrecht und die Entwicklung von Friedenspolitik? Hat das Völkerrecht in Zeiten aggressiver Großmachtspolitik noch eine friedenssichernde Wirkung? Wie können Menschen heute in Deutschland, Europa und weltweit vor Gewalt geschützt werden? Welche Rolle spielt die Bedrohung der Demokratie für den Frieden? Welche Verantwortung hat die Politik, welche Rolle spielt die Zivilgesellschaft?

Darüber kommen wir mit Winfried Nachtwei und Bernhard Koch ins Gespräch. Winfried Nachtwei ist seit vielen Jahren in der Friedens- und Sicherheitspolitik engagiert und hat als Mitglied des Deutschen Bundestages (1992-2009) selbst für wegweisende und umstrittene Beschlüsse zum Einsatz der Bundeswehr auf dem Balkan und in Afghanistan getragen; er ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Gerechter Friede der Deutschen Kommission Justitia et Pax und im Beirat der Bundesregierung für Zivile Krisenprävention und Friedensförderung. Bernhard Koch ist Philosoph und Friedensforscher. Er hat am Institut für Theologie und Frieden in Hamburg und am Oxfort Insitute for Ethics, Law and Armed Conflict zu ethischen Fragen legitimer Gewaltanwendung geforscht und lehrt als Moraltheologe an der Universität Freiburg.

Referierende

  • Dr. Bernhard Koch, Philosoph und Friedensforscher, Universität Freiburg i. Brsg.
  • Dr. Christian J. Müller, Akademie Franz Hitze Haus, Münster
  • Winfried Nachtwei, Friedens- und Sicherheitspolitiker, GRÜNE, Münster

Ort

Akademie Franz Hitze-Haus, Münster


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