
Ungeachtet einer Waffenruhe verstärkt Israel Luftschläge und Truppenbewegungen im Libanon. Ziel sind angeblich Hisbollah-Stellungen. Auch die historische Stadt Tyrus gerät ins Visier.

Eigentlich gilt eine Waffenruhe. Aber zwischen der Hisbollah und Israel gehen die Kämpfe weiter, zuletzt sogar verschärft. Israel will mit mehr Angriffen auf anhaltenden Drohnenbeschuss reagieren.

Das Hilfswerk Caritas international ist alarmiert: Lebensmittel und Hygieneartikel sowie Matratzen, Kissen, Decken zur Unterbringung der Vertriebenen in Sammelunterkünften seien kaum noch verfügbar.

Wenn der Libanon mit Israel verhandelt, geschieht das zu seinem Schutz, sagt der libanesische Präsident Aoun. Unterstützung für diese Haltung erhält er vom führenden Christen im Land: Patriarch und Kardinal Rai.

Weil er im Einsatz im Libanon eine Jesusfigur am Kreuz geschändet hat, muss ein israelischer Soldat ins Militärgefängnis. Zusammen mit ihm wird der Fotograf der Tat bestraft.

Krieg ist schlimm – auf allen Seiten. Was aber, wenn man auf beiden Familie hat? Im nordisraelischen Jisch erzählen libanesischstämmige Christinnen von der Zerrissenheit und der Sehnsucht nach einer besseren Welt.

Das katholische Hilfswerk Missio Aachen fordert eine umfassende Ausweitung der Waffenruhe zwischen den USA, Israel und Iran – und mahnt den Schutz tausender christlicher Familien an.

Der Litani-Fluss galt bisher als kritische Linie im israelisch-libanesischen Konflikt. Jetzt zielt Israel auf eine Evakuierung weiterer Gebiete.

Erst am Wochenende forderte Israels Armee die Bewohner des Südlibanon zum Verlassen ihrer Heimat auf, weil das Militär auf Hisbollah-Aktivitäten in der Region reagiere. Viele blieben; doch nun kam ein Priester ums Leben.

Die Ausweitung des Irankrieges auf weitere Länder im Nahen Osten zwingt immer mehr Menschen zur Flucht. Partner der Missio-Werke aus Aachen und München helfen, so gut es geht.