Glaubwürdig. Nachhaltig. Fair. – unter diesem Motto fand vom 9.-12. April auch 2026 die Messe „Fair Handeln“ auf dem Gelände der Stuttgarter Fildermesse statt. Ob Fairer Handel, Globale Gerechtigkeit, Freiwilligendienste, Solidaritätsarbeit oder Aktivismus: Als Marktplatz für entwicklungspolitisches Engagement und eine verantwortungsbewusste Lebensweise brachte die Messe erneut unterschiedliche Akteure und Angebote aus ganz Deutschland zusammen.
Die Kirchen waren u.a. mit einem gemeinsamen Stand der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Missio und der Aktion Hoffnung auf dem „Markt der FAIRänderung“ in Halle 3 präsent. Das Hilfswerk Missio Aachen informierte dort beispielsweise über die Aktion Schutzengel – und präsentierte das sogenannte Recycling-Kreuz, in das zahlreiche veraltete Mobiltelefone eingearbeitet sind. Das Kreuz aus Elektroabfall gilt als Zeichen der Hoffnung – weist aber auch auf das globale Problem von Elektroschrott hin. Es wurde in Old Fadama, einem Teil von Agbogbloshie in Ghana, hergestellt – einer drei Hektar großen Elektroschrotthalde, die zu den giftigsten Plätzen der Welt gehört. Der Künstler Iddriss Salifu erschuf den goldfarbenen Korpus des Kreuzes in seiner dortigen Werkstatt für das Hilfswerk Missio. Die Seite mit den Handydisplays gestaltete der deutsche Künstler Till-Martin Köster.
Die Diözese Rottenburg-Stuttgart lockte Menschen mit einem thematischen Quiz und präsentierte ihre internationale Projektarbeit, während zahlreiche Weltläden über ihre Arbeit, Partnerschaften und Produktpalette informierten. Auch Sternsinger waren vor Ort: Für sie gab es einen gemeinsamen Rundgang. Neben den klassischen Messeständen gab es mehrere kleine Bühnen, auf denen thematische Vorträge oder Diskussionen veranstaltet wurden.
Leichter Besucherrückgang
Auf der zeitgleich im Nebenraum stattfindenden Slow-Food-Messe war auch das Hilfswerk Misereor präsent. An ihrem Stand präsentierten Misereor-Mitarbeiterinnen die Arbeit der Organisation und klärten über globale Zusammenhänge bei der Ernährung auf. Besonderes Highlight war dabei eine Art Glücksrad, mit dem Messebesucherinnen und -besucher niederschwellig an das Thema „Superfood“ herangeführt wurden.
Während Aussteller der Messe „Fair Handeln“ gegenüber weltkirche.de am vorletzten Messetag von leicht zurückgegangenem Besucherinteresse berichteten, zeigte sich die Messe Stuttgart zufrieden mit dem Ergebnis der Gesamtveranstaltung „Stuttgarter Frühjahrsmessen“, zu der neben „Fair Handeln“ parallel auch Messen zu den Themen Nachhaltigkeit, Gesundheit, Mobilität und Kreativität gehörten. „Unser Fazit fällt insgesamt positiv aus“, erklärte Stefan Lohnert, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. Besonders hob er die vielen sehr guten Gespräche vor Ort, das klare und gezielte Interesse der Besucherinnen und Besucher an den einzelnen Themenwelten sowie die durchweg engagierte Beteiligung der Ausstellerinnen und Aussteller hervor.
Nach Angaben der Stuttgarter Messegesellschaft besuchten im Veranstaltungszeitraum rund 58.000 Menschen das Messegelände – rund 2.000 weniger als noch 2025.
Text: weltkirche.de | Bild: Messe Stuttgart






