Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan MdB auf dem Katholikentag 2026 Bild: Damian Raiser/weltkirche.de

Alabali Radovan: Müssen stärker auf Partnerschaften in Afrika setzen

Ministerin Alabali Radovan wirbt für neue Partnerschaften in Ländern in Afrika. Dabei müsse Deutschland stärker auf Zusammenarbeit auf Augenhöhe setzen – auch mit Blick auf wirtschaftliche Chancen.

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) hat dafür geworben, viel stärker auf Partnerschaften mit Ländern des Globalen Südens zu setzen. In Zeiten einer multipolaren Weltordnung suchten viele Staaten neue Allianzen, erklärte Alabali Radovan am Dienstagabend in Berlin. Bei einer Veranstaltung der Willy-Brandt-Stiftung nahm sie vor allem Länder auf dem afrikanischen Kontinent in den Fokus.

Diese Zusammenarbeit sei auch deswegen wichtig, damit Europa in der Weltordnung weiterhin eine wichtige Rolle spiele. In den vergangenen Jahren sei in den Ländern viel Vertrauen aufgebaut worden. Nun müssten mehr Partnerschaften auf Augenhöhe folgen, so Alabali Radovan.

Sie kritisierte, dass deutsche Exporte in afrikanische Länder seit langem bei zwei Prozent stagnierten. Auch weltweit seien die Investitionen sehr gering. Dabei gebe es in vielen Ländern Afrikas eine sehr junge, sehr innovative Bevölkerung. Zugleich betonte Alabali Radovan, dass es auch mit Blick auf das koloniale Erbe noch sehr viel aufzuarbeiten gebe. Daran arbeite auch ihr Ministerium.

Text: KNA | Bild: dr/weltkirche.de

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