In 2026 nimmt der Katholische Fonds eine weitere Arbeitsperiode über fünf Jahre auf. Mit der Bewilligung durch die Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz wird seine inlandsfördernde Tätigkeit bis 2030 bestätigt und für weltkirchliche und entwicklungsbezogene Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit der Katholischen Kirche in Deutschland eingesetzt.
Als Arbeitsgemeinschaft der katholischen Hilfswerke Adveniat, Caritas International, Misereor, missio Aachen, missio München und Renovabis ist es die Aufgabe des Katholischen Fonds mit Sitz in München, durch die Förderung von Inlandsprojekten deren Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren und zu ergänzen. Seit der Gründung 1997 wird seine Arbeitsperiode in der Regel alle fünf Jahre durch die Kommission Weltkirche bewilligt.
Finanziert aus Kirchensteuergeldern der (Erz-)Diözesen werden durch ihn weltkirchliche und säkulare Projekte unterstützt, die den Zusammenhalt und Austausch in der Katholischen Kirche ermöglichen, christliche Werte realisieren und sich für die SDGs (Sustainable Development Goals – Ziele für nachhaltige Entwicklung) der Vereinten Nationen einsetzen. Dazu zählen Partnerbesuche aus anderen Ländern, Vernetzungen, Schulungen, Workshops, Kongresse oder Kulturereignisse.
Domkapitular Monsignore Wolfgang Huber, Kuratoriumsvorsitzender des Katholischen Fonds und Präsident von missio München, betont die kirchliche wie weltliche globale Verantwortung: „Seit 28Jahren unterstützt der Katholische Fonds Initiativen, um Lebensgestaltung aus dem christlichen Geist präsent zu machen. Dabei geht es immer darum, die globalen Zusammenhänge in den Mittelpunkt zu stellen, weil wir als die eine Menschheit miteinander und füreinander Verantwortung zur Gestaltung der Welt übernehmen sollen. Dieser Auftrag ist uns durch unseren Schöpfer gegeben, und er kommt in verschiedensten Anliegen, Themen und Zielgruppen zum Tragen.“
Kirchliche und weltliche Gruppen in Deutschland – sie alle eint in ihrem Engagement die Fürsorgepflicht für Gerechtigkeit und Frieden auf der ganzen Welt. Mit den durch den Katholischen Fonds unterstützten inländischen Maßnahmen sollen globale Zusammenhänge erklärt und erfahrbar gemacht, Handlungsalternativen aufgezeigt und Menschen motiviert werden, Verantwortung für die Konsequenzen ihres Handelns zu übernehmen – ganz im Sinne der Einen Welt, des Gemeinwohls und der globalen Nächstenliebe.
In der ökumenischen Kooperation mit Brot für die Welt arbeiten beide christlichen Einrichtungen in diesem Anliegen zusammen. Die Verleihung des Ökumenischen Förderpreises ist Ausdruck der Überzeugung, dass Frieden und weltweite Gerechtigkeit des gemeinsamen Engagements bedürfen.
Gisela Upmeyer, Geschäftsführerin des Katholischen Fonds, freut sich auf die weitere Arbeitsperiode: „Engagierten Menschen Beteiligung und Mitbestimmung bei der Gestaltung gegenwärtiger und vor allem zukünftiger globaler Verhältnisse zu ermöglichen – hiermit schafft die Kirche nicht nur neue Glaubensräume und lässt Weltkirche erfahrbar werden, sondern beteiligt sich auch an gesellschaftlichen Herausforderungen, indem sie Angebote des sinnhaften Miteinanders offeriert und Lösungen aufzeigt.“
So leistet der Katholische Fonds in Deutschland durch sein Wirken einen wichtigen Beitrag zum positiven und zukunftsgerichteten Agieren der Katholischen Kirche. In ihrer Rolle als Ermöglicherin, Anwältin und Vorbild unterstützt sie durch ihn Akteure, welche Interesse am Anderen zeigen, in Dialog treten, sich bei wichtigen Themen einbringen und Verantwortung übernehmen. In diesem Kontext arbeitet der Katholische Fonds an der Basis mit Engagierten und hält oder gewinnt sogar Mitglieder der Kirche.
„Mit wichtigen globalen Themen wie Frieden und Klimaschutz spricht der Katholische Fonds Fragen an, die auch die Menschen außerhalb der Kirche betreffen und bewegen. Das ist also eine große Chance, über die wirklich wichtigen Fragen unseres Lebens und die Frage nach Gott ins Gespräch zu kommen. Diese Chance sollten wir nutzen“, sagt Bischof Dr. Bertram Meier, Vorsitzender der Kommission Weltkirche. “Als Christen sind wir von Gott aufgefordert, uns nicht abzuschotten, sondern hinaus in die Welt zu gehen und uns für Frieden für und mit allen Menschen guten Willens einzusetzen. Das alles gilt im Großen wie im Kleinen. Auch deswegen halte ich die Arbeit des Katholischen Fonds für so außerordentlich wichtig.“
Text: Katholischer Fonds | Bild: billionphotos.com/stock.adobe.com





