Die mit dem Iran verbündeten Huthi eröffnen am Roten Meer einen weiteren Schauplatz des Iran-Kriegs. Neue Vertreibungen sind die Folge. Viele fliehen dorthin, wo sie herkamen.
Im Jemen haben Kämpfe zwischen den islamistischen Huthi und Regierungstruppen sowie dem verbündeten Saudi-Arabien mehr als 100.000 Menschen in die Flucht getrieben. Tausende weitere suchten jenseits der Meerenge von Bab al-Mandab in Dschibuti Zuflucht, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Dienstag in Genf mitteilte. Es bestehe die Sorge weiterer Vertreibungen, sollten sich die Feindseligkeiten verschärfen.
Hintergrund der jüngsten Kampfhandlungen ist der Versuch der vom Iran unterstützten Huthi-Milizen, die Einfahrt ins Rote Meer und damit eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Eskalation habe auch Auswirkungen auf die globale humanitäre Logistik, die schon durch die Blockade der Straße von Hormus belastet sei, so das UNHCR.
Nach Angaben der UN-Agentur sind im Bürgerkriegsland Jemen mehr als 65.000 Flüchtlinge und Asylsuchende registriert, die größtenteils aus Somalia und Äthiopien stammen. In den vergangenen vier Tagen setzten demnach mehr als 2.400 Menschen über die Meerenge nach Dschibuti, über 60 Prozent von ihnen Frauen, Kinder und Betagte. Man rechne mit der Möglichkeit, dass Flüchtlinge von dort nach Somalia weiterreisen wollten.
Text: KNA | Bild: dr/weltkirche.de auf Basis von Natural Earth-Daten





