Auf Kaffee- und Tabakplantagen, beim Hüten von Vieh oder auf Mülldeponien: Acht Prozent aller Kinder weltweit müssen arbeiten. Als wichtigste Ursache bezeichnen Hilfsorganisationen weiterhin Armut.
2024 mussten weltweit rund 138 Millionen Kinder im Alter zwischen 5 und 17 Jahren arbeiten; das sind acht Prozent aller Heranwachsenden. Zu diesem Ergebnis kommen die Internationale Organisation für Arbeit (ILO) und die Kinderrechtsorganisation der Vereinten Nationen, Unicef, in einem gemeinsamen Bericht.
Der Großteil der betroffenen Kinder arbeitet demnach in der Landwirtschaft (61 Prozent), gefolgt vom Dienstleistungssektor (27 Prozent) und der Industrie einschließlich des Bergbaus (13 Prozent). Die meiste Kinderarbeit findet in Subsahara-Afrika statt. Zwei von fünf Kindern verrichten laut Bericht gefährliche Arbeiten, müssen schwere Lasten tragen, sind großer Hitze, Stäuben und Dämpfen ausgesetzt, arbeiten in großen Höhen, hantieren mit Chemikalien.
Der Kampf gegen Kinderarbeit verläuft schleppend. Selbst wenn die Anstrengungen vervierfacht würden, wird das vielfach übersehene Phänomen laut Berechnungen erst 2060 vollständig gestoppt sein. Das UN-Ziel, Kinderarbeit bis 2025 vollständig abzuschaffen, wurde bislang nicht erreicht. Immerhin: Seit dem Jahr 2000 ist laut Bericht die Zahl der arbeitenden Kinder um mehr als 100 Millionen gesunken, während die weltweite Kinderpopulation im selben Zeitraum um 230 Millionen gewachsen ist.
Text: KNA | Bild: Kathrin Harms/Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger’ (Symbolbild)







