Glocke hängt in Glockenturm in Esslingen. Bild: dr/weltkirche.de

Österreichs Kirchen lassen Glocken gegen Hunger läuten

Kommenden Freitag soll von allen katholischen Kirchtürmen in Österreich kräftig geläutet werden. Die Initiatoren wollen auf die Millionen Hungernden in der Welt hinweisen.

In Österreich läuten am kommenden Freitag Kirchenglocken gegen Hunger. Die Aktion geht auf einen Beschluss der katholischen Bischöfe zurück und wird in Kooperation mit der Caritas durchgeführt, wie die Nachrichtenagentur Kathpress am Freitag meldete. Beteiligt sind die rund 3.000 katholischen Pfarreien des Landes. Das fünfminütige Geläut soll um 15.00 Uhr beginnen – nach christlicher Überlieferung die Todesstunde Jesu.

Weltweit sind nach UN-Angaben 645 Millionen Menschen von Hunger betroffen. Das Glockengeläut sei „ein hörbares Zeichen unserer gemeinsamen Verantwortung“, erklärte Österreichs Caritas-Präsidentin Nora Tödtling-Musenbichler am Freitag. „Sowohl die Ressourcen als auch das Wissen für die Beendigung des Hungers sind vorhanden – wir können helfen.“

Verschärft werde die Situation durch die Klimakrise: 3,3 bis 3,6 Milliarden Menschen lebten bereits in Regionen, die stark von den Folgen der Klimakrise betroffen seien. „Mit dem Glockenläuten wollen wir auf diesen Skandal aufmerksam machen. Wir dürfen die Millionen Menschen, die unmittelbar von Hunger betroffen sind, nicht vergessen. Es ist eine Frage des Wollens und der damit verbundenen politischen Entscheidungen, den weltweiten Hunger zu beenden“, so Tödtling-Musenbichler.

Text: KNA | Bild: dr/weltkirche.de

Mehr aus der Weltkirche


Weitere Weltkirche-Meldungen: