Caritas-Hilfsgüter Bild: Gernot Ritthaler/Caritas international

Schusswechsel stoppt Caritas-Hilfskonvoi im Südlibanon

Für humanitäre Helferinnen und Helfer wird die Lage weltweit zunehmend gefährlicher. Immer häufiger müssen sie damit rechnen, unter Beschuss zu geraten. Zum Beispiel im Libanon.

Ein humanitärer Caritas-Konvoi ist am Wochenende auf dem Weg zu drei christlichen Dörfern im Süden des Libanon gestoppt worden. Grund war ein Schusswechsel zwischen der israelischen Armee und Hisbollah-Milizen, wie das katholische Hilfswerk Caritas international am Montag in Freiburg mitteilte. Die Route sei zuvor mit den Behörden abgestimmt gewesen. Nach einem rund zehnstündigen Umweg habe die Hilfslieferung schließlich doch das Dorf Debel südlich von Tyros erreicht.

„Es ist unerträglich, dass das Helfen lebensgefährlich ist. Und immer gefährlicher wird. Und das besonders dort, wo die Menschen Hilfe am dringlichsten benötigen“, erklärte Oliver Müller, Leiter des Hilfwerks Caritas international. Er forderte, humanitäre Helferinnen und Helfer wirksam zu schützen. Außerdem müsse der Zugang zu Menschen in Not auch in umkämpften Gebieten gewährleistet bleiben.

Die Lage im Südlibanon zeigt der Mitteilung zufolge beispielhaft, wie sich derzeit die Lage für humanitäre Helferinnen und Helfer im Nahen Osten und weltweit zuspitzt. So war 2025 nach Angaben der Vereinten Nationen das tödlichste Jahr für Helferinnen und Helfer seit Beginn der Daten-Erfassung. Weltweit wurden demnach 383 von ihnen getötet, 308 verletzt, 125 entführt und 45 festgenommen oder inhaftiert.

Text: KNA | Bild: Gernot Ritthaler/Caritas international

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