Die Nord-Süd-Kommission von Willy Brandt galt einst als ein Meilenstein in der internationalen Entwicklungsdebatte. Eine neue Kommission soll jetzt die Beziehungen zum Globalen Süden neu ausrichten.
Der ehemalige SPD-Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) soll nach Informationen aus Regierungskreisen die Leitung einer Kommission zur Zukunft der Entwicklungspolitik übernehmen. Zwar müssen die letzten Details zur genauen Aufgabenbeschreibung und Zusammensetzung noch geklärt werden, die Personalie Scholz sei jedoch gesetzt, berichtete der „Tagesspiegel“ am Samstag.
Das Gremium wird etwa 20 Mitglieder aus Ländern des Globalen Südens wie des Nordens haben. Als Vorbild dient eine entsprechende Gruppe, die der frühere Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) Ende der siebziger Jahre leitete. Die neue Kommission geht auf eine Vereinbarung von Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag zurück, um „die bilateralen Beziehungen zu den Ländern des Globalen Südens intensivieren“ zu können. Offiziell präsentiert werden sollen Scholz und sein Team auf einer Nachhaltigkeitskonferenz Ende Juni in seiner Heimatstadt Hamburg.
Text: KNA | Symbolbild: dr/weltkirche.de


