Adveniat-Geschäftsführerin Tanja Himer, Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck und Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Martin Maier SJ (v.l.n.r.) haben in der Essener Geschäftsstelle des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat den Jahresbericht für das Haushaltsjahr 2025 präsentiert. Foto: Titus Lambertz/Adveniat

Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat: 800 Projekte, 30 Millionen Euro

Die Entwicklungszusammenarbeit steht weltweit unter Druck. Auch das katholische Hilfswerk Adveniat verzeichnet einen leichten Spendenrückgang. Das Fazit für 2025 fällt dennoch positiv aus.

Das katholische Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat zieht trotz leicht rückläufiger Spenden ein positives Jahresfazit. Im Geschäftsjahr 2025 seien mehr als 800 Projekte mit 30,6 Millionen Euro gefördert worden, sagte Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck bei der Vorstellung des Jahresberichts am Montag in Essen.

„Und das in Zeiten, in denen der entwicklungspolitische Kahlschlag und die geopolitischen Entscheidungen des amtierenden US-Präsidenten ganz besonders für die Menschen in Lateinamerika existenzielle Folgen haben“, betonte Overbeck. „Denn im Globalen Süden steigt die Zahl der Hungernden infolge der Kriege und Krisen massiv an.“ Es fehlten weltweit Milliarden, die Lage der Armen werde immer prekärer. Umso wichtiger sei es, dass Adveniat auch in Zukunft ein verlässlicher Partner an der Seite der Armen und Ausgegrenzten bleibe.

Nach Angaben des Hilfswerks verringerten sich die Spendeneinnahmen im Haushaltsjahr von Oktober 2024 bis September 2025 um etwa drei Millionen Euro auf insgesamt 34 Millionen Euro. Entsprechend gingen die Gesamterträge von Adveniat im Vergleich zum Vorjahr von 45,6 auf 42,7 Millionen Euro zurück.

„Obwohl die Zahl der Weihnachtsgottesdienste ebenso wie die Anzahl der Gottesdienstbesucherinnen und -besucher von Jahr zu Jahr sinkt, ist die Weihnachtskollekte mit mehr als 13,7 Millionen Euro lediglich um 0,6 Millionen niedriger ausgefallen als 2023. Und dem Rückgang bei den Einzelspenden um 0,6 Millionen auf 15,9 Millionen Euro steht ein nahezu identisches Plus bei den Einnahmen aus Erbschaften gegenüber, die auf insgesamt 3 Millionen Euro angestiegen sind“, erklärt Adveniat-Geschäftsführerin Tanja Himer zusammen.

Im Mittelpunkt der diesjährigen bundesweiten Adveniat- Weihnachtsaktion steht das kolumbianische Präventionsprogramm „Talitha Qum“ in Cartagena. Dabei ermöglichen Ordensschwestern Mädchen und Frauen eine gute Zukunft, die vergewaltigt und missbraucht wurden und als junge Mütter ein schwieriges Leben führen. Die Aktion beginnt am 1. Adventssonntag im Erzbistum München und Freising unter dem Motto: „Mut-Macherin. Frauen stärken. Hoffnung schenken.“



Text: KNA | Bild: Titus Lambertz/Adveniat

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