Die Pfingstaktion des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis hat dieses Jahr einen prominenten Mitstreiter, den viele aus dem Fernsehen kennen. Manchmal talkt er dort auch mit Renovabis-Chef Thomas Schwartz.
Unter dem Leitwort „zusammen_wachsen. damit Europa menschlich bleibt“ steht die bundesweite Pfingstaktion des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis. Sie wird am kommenden Wochenende in Augsburg eröffnet. Am Sonntagsgottesdienst im Dom mit Bischof Bertram Meier nehmen Gäste aus Armenien, Litauen, Serbien und der Ukraine teil. Auch der Astrophysiker Harald Lesch ist am Auftakt-Wochenende beteiligt.
Die Aktion endet mit der Pfingstkollekte in allen Pfarrgemeinden Deutschlands am 24. Mai. Der Abschluss-Gottesdienst wird live vom ZDF aus der Pfarrkirche Sankt Martin in Kaufbeuren übertragen.
Mit der Aktion will das Hilfswerk Spaltungstendenzen in seinen 29 Partnerländern, aber auch in Deutschland entgegenwirken. Renovabis-Hauptgeschäftsführer Thomas Schwartz spricht von einer besorgniserregenden Entwicklung. „Polarisierung, Chancenungleichheit und Populismus beschädigen das Vertrauen in demokratische Institutionen.“ Zugleich verunsicherten die mit Migration und Globalisierung verbundenen Herausforderungen viele Menschen.
„Vertrauen, Gemeinschaft und Zukunft können nur aus einem achtsamen und respektvollen Miteinander heraus entstehen“, betont der Berliner Erzbischof Heiner Koch, Vorsitzender des Renovabis-Aktionsrats. „Dafür müssen wir uns täglich einsetzen.“
Der Astrophysiker und Wissenschaftsjournalist Harald Lesch ist an der Eröffnung beteiligt. Er spricht am Freitagabend im Haus Sankt Ulrich zum Thema „Was die Welt zusammenhält. Beziehung als Prinzip in Natur, Religion und Gesellschaft“. Lesch und Renovabis-Chef Schwartz bestreiten seit Jahren regelmäßig gemeinsame Talksendungen im ZDF.
Die junge Ukrainerin Anna Sobolevska wird erzählen, wie sie ihr Studium mit sozialem Engagement in ihrem kriegsgebeutelten Heimatland verbindet. Renovabis hat nach eigenen Angaben seit dem Angriff der russischen Truppen vor vier Jahren mehr als 20 Millionen Euro für Katastrophenhilfe in der Ukraine ausgegeben.
Auf Anregung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken wurde Renovabis 1993 von der Deutschen Bischofskonferenz gegründet. Seither hat die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa nach eigenen Angaben mit mehr als 920 Millionen Euro fast 27.500 Projekte von Partnern unterstützt.
Text: KNA | Bild: Renovabis





