Einsatz an der Basis: Der Aachener Friedenspreis geht 2026 an eine jüdisch-palästinensische Initiative und an Kritiker der US-Einwanderungspolizei. Die Auszeichnung soll internationale Solidarität zeigen.
Der Aachener Friedenspreis 2026 geht an eine jüdisch-palästinensische Initiative sowie an Protestgruppen gegen die Migrationsbehörde ICE in den USA. Das teilte der Verein Aachener Friedenspreis am Freitag mit. Die Auszeichnungen sollen ein Zeichen für die Kraft des Dialogs im Nahen Osten setzen und ein Signal der internationalen Solidarität an die demokratischen Bewegungen in den USA sein. Die mit je 2.000 Euro dotierten Preise werden am 1. September in Aachen überreicht.
Die Kölner Initiative Palestinians and Jews for Peace wurde laut Verein nach den Terroranschlägen der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 gegründet. Die ehrenamtliche Gruppe, in der auch jüdische und palästinensische Mitglieder aktiv sind, setze sich für Dialog und einen respektvollen Umgang ein. Vielfältige Perspektiven sollen sichtbar und so das Täter-Opfer-Narrativ aufgebrochen werden.
Die Organisation Unidos MN und das Team des Ladenlokals The Smitten Kitten stehen dem Verein zufolge beispielhaft für den gewaltfreien Widerstand der Zivilgesellschaft gegen die eskalierte Gewalt in der US-Stadt Minneapolis.
Unidos MN rufe zu Aktionstagen auf und bilde Menschen zu ihren Rechten fort. Das Team des queeren Sexshops The Smitten Kitten sammele Geldspenden und Nahrungsmittel für Familien, die sich aus Angst vor Verhaftung durch die US-Migrationsbekämpfer nicht mehr auf die Straße trauten.
Der Aachener Friedenspreis würdigt seit 1988 jährlich Einzelpersonen oder Gruppen, die an der Basis für Frieden und Verständigung arbeiten. Geehrt werden vor allem noch wenig bekannte Projekte, um ihnen öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Text: KNA | Foto: Jürgen Escher/Adveniat, Bearbeitung: Weltkirche.de







