Papst Leo XIV. spricht bei einem Gottesdienst an Aschermittwoch, dem 18. Februar 2026, in der Basilika Santa Bild: Sabina all'Aventino in Rom (Italien). Lola Gomez/Pool/Romano Siciliani/KNA

Papst Leo XIV. fordert weltweite Abschaffung der Todesstrafe

In rund 115 Staaten der Welt gilt die Todesstrafe als abgeschafft; die USA gehören nicht dazu. Im Bundesstaat Illinois gibt es seit 2011 keine Hinrichtungen mehr. Anlass für eine Botschaft des Papstes in seine Heimat.

Papst Leo XIV. dringt auf eine weltweite Abschaffung der Todesstrafe. Diese sei nach der Lehre der Kirche unzulässig, „weil sie einen Angriff auf die Unverletzlichkeit und Würde der Person darstellt“, so der Papst in einer Videobotschaft anlässlich des 15. Jahrestages der Abschaffung der Todesstrafe im US-Bundesstaat Illinois, aus dem er stammt.

„Ich unterstütze alle, die sich für die Abschaffung der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten von Amerika und weltweit einsetzen“, sagte der Papst. Er sei dankbar für die Entscheidung des Gouverneurs von Illinois aus dem Jahr 2011, so Leo XIV., der als Robert Francis Prevost 1955 in Chicago geboren wurde.

Auch durch die Begehung schwerster Verbrechen gehe diese Würde nicht verloren, bekräftigte der Papst. Ebenso verwies er auf wirksame Haftsysteme, die die Bürger schützten und den Tätern eine Resozialisierung ermöglichten. „Deshalb haben Papst Franziskus und meine Vorgänger immer wieder betont, dass das Gemeinwohl gewahrt und die Anforderungen der Gerechtigkeit erfüllt werden können, ohne auf die Todesstrafe zurückzugreifen“, sagte Leo XIV. „Das Recht auf Leben ist die Grundlage aller anderen Menschenrechte“, unterstrich der Papst in seiner Botschaft anlässlich der Feier der DePaul University in Chicago zum 15. Jahrestag der Abschaffung der Todesstrafe. „Ich bete, dass Ihre Bemühungen zu einer stärkeren Anerkennung der Würde jedes Menschen führen und andere dazu inspirieren, sich ebenfalls für diese gerechte Sache einzusetzen.“

Text: KNA | Bild: Lola Gomez/Pool/Romano Siciliani/KNA

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