Kuppel der Grabeskirche in Jerusalem. Bild: Andrea Krogmann/KNA

Jerusalemer Kirchenführer bestätigen Einigung mit Polizei

Israels Polizei und die katholischen Kirchenführer haben sich geeinigt: Kirchenvertreter sollen die Grabeskirche zur Kar- und Osterfeier betreten dürfen. Das bestätigten nun auch die Kirchen.

Kirchenvertreter dürfen zu den Kar- und Osterfeiern die Jerusalemer Grabeskirche betreten. Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem und die Franziskaner im Heiligen Land bestätigten am Montag eine Einigung mit der israelischen Polizei. Man habe nun eine klare Regelung für die Feiern der Karwoche und Ostern in dem Gotteshaus getroffen.

Die kriegsbedingt bestehenden Beschränkungen für öffentliche Versammlungen blieben vorerst bestehen, teilten Patriarch Pierbattista Pizzaballa und FRanziskaner-Kustos Francesco Ielpo mit. Entsprechend sorgten die Kirchen dafür, dass die Liturgien und Gebete live in alle Welt übertragen werden.

Die beiden ranghöchsten katholischen Kirchenvertreter im Heiligen Land dankten dem israelischen Präsidenten Isaac Herzog für sein rasches Eingreifen, nachdem am Sonntag israelische Polizisten Pizzaballa und Ielpo am Betreten der Grabeskirche zur Feier von Palmsonntag gehindert hatten. Der Vorfall hatte weltweit für Kritik gesorgt. Auch Präsident Herzog selbst begrüßte am Montag die Einigung.

„Gerade in Zeiten von Not und Konflikt, wie sie wir derzeit erleben, bleibt die Wahrung der Religionsfreiheit eine grundlegende und gemeinsame Pflicht“, so die beiden italienischen Ordensleute. Sie äußerten der Hoffnung, dass es gelingen werde, weitere Einigungen zu treffen, die eine Feier an den Heiligen Stätten in einer Weise ermögliche, „die sowohl legitime Sicherheitsbedürfnisse als auch die religiösen Bräuche und Gebete respektiert, die für Hunderte Millionen von Gläubigen von tiefer Bedeutung sind“.

Text: KNA | Bild: Bild: Andrea Krogmann/KNA

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