Altstadt von Jerusalem. Bild: Andrea Krogmann/KNA

Vor Palmsonntagskollekte: Bischof Meier fordert deutliches Zeichen der Solidarität

Am kommenden Sonntag wird in Gottesdiensten deutschlandweit für die Christinnen und Christen im Nahen Osten gesammelt. Der Krieg im Iran macht die Situation in der Region noch prekärer.

Der aktuelle Krieg im Iran hat ein weiteres leidvolles Kapitel in einer Region aufgeschlagen, die ohnehin von Terror und Krieg tief gezeichnet ist – insbesondere seit dem 7. Oktober 2023. Die Folgen sind auch für die Menschen im Heiligen Land unmittelbar zu spüren. Die Hoffnung auf Frieden rückt damit einmal mehr in weite Ferne und weicht der Sorge vor einem Flächenbrand, der die gesamte Region zu erfassen droht.

Vor diesem Hintergrund rufen die deutschen Bischöfe im Rahmen der jährlichen Kollekte am kommenden Palmsonntag, 29. März 2026, zur Unterstützung der Christen im Heiligen Land auf. Der Tag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Hoffnung säen“. Dazu schreiben die Bischöfe in ihrer Botschaft: „Die andauernde Gewalt im Nahen Osten fordert nicht nur zahllose Menschenleben. Sie reißt auch die ohnehin tiefen gesellschaftlichen Gräben immer weiter auf.“ Die politische Realität scheine die Hoffnung auf Frieden und Versöhnung erstickt zu haben.

Doch gebe es inmitten von Resignation und Polarisierung, so der Aufruf der Bischöfe weiter, Juden, Christen und Muslime, die unbeirrt an der Vision eines friedlichen Miteinanders festhalten. Die Palmsonntagskollekte leiste dazu einen wichtigen Beitrag. Aus den Mitteln werden Projekte und Initiativen des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande und der Franziskaner im Heiligen Land gefördert, die sich insbesondere in der Dialog- und Versöhnungsarbeit engagieren und so die Hoffnung auf Frieden und eine bessere Zukunft stärken sollen.

Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Bertram Meier, unterstrich in einer Pressemitteilung die dramatische Lage, in der sich die Christen in der Region befinden. „Unsere Schwestern und Brüder in dieser Weltgegend brauchen heute mehr denn je unser Gebet und unsere Unterstützung. Setzen wir ein deutliches Zeichen der Solidarität am diesjährigen Palmsonntag“, so Meier. Er mache ich sich das Wort von Papst Leo XIV. vom vergangenen Sonntag zu eigen, der sagte, dass dieser Konflikt im Nahen und Mittleren Osten ‚ein Skandal für die gesamte Menschheitsfamilie und ein Schrei im Angesicht Gottes‘ sei. Weltkirche-Bischof Meier rief dazu auf, die Schwestern und Brüder im Heiligen Land nicht zu vergessen. „Wir sind es ihnen schuldig.“



weltkirche.de mit Information von DBK | Bild: Andrea Krogmann/KNA

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