Hände in Ketten. Bild: Tinnakom/stock.adobe.com

Bischofskonferenz macht auf Opfer von Menschenhandel aufmerksam

Zweimal im Jahr steht Menschenhandel besonders im Fokus. Während der allgemeine Welttag am 30. Juli begangen wird, ist es in der katholischen Kirche der 8. Februar. Die deutschen Bischöfe kritisieren „moderne Sklaverei“.

Die katholische Deutsche Bischofskonferenz macht auf die Opfer von Menschenhandel auch in Deutschland aufmerksam. „Betroffene von Menschenhandel sind Opfer von Rechtlosigkeit und Unmenschlichkeit“, erklärte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenhandel der Migrationskommission der Bischofskonferenz, Weihbischof Ansgar Puff, am Freitag anlässlich des katholischen Welttags gegen den Menschenhandel in Bonn.

Von Menschenhandel Betroffene lebten oft unerkannt in der Gesellschaft, „ausgebeutet in der Lebensmittelindustrie, in Lieferdiensten, auf dem Bau und nicht zuletzt in der Prostitution“, so der Kölner Weihbischof. Christinnen und Christen setzten sich dafür ein, dass sie wieder in Würde leben könnten und sie Gerechtigkeit erführen.

Puff plädiert im Kampf gegen die „moderne Sklaverei“ für eine Sensibilisierung etwa im Handel, damit Einkäufer und Verbraucher keine Waren kauften, die durch Ausbeutung oder unter sklavenähnlichen Bedingungen produziert würden.

Die katholische Kirche begeht auf Initiative von Papst Franziskus seit 2015 am 8. Februar den Welttag des Gebets und der Reflexion gegen den Menschenhandel. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Frieden beginnt mit Würde: Ein weltweiter Aufruf zur Beendigung des Menschenhandels“.

KNA

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