
Der transatlantische Sklavenhandel liegt Jahrhunderte zurück, doch die Folgen wirken bis heute nach. Aus Sicht eines UN-Ausschusses muss das dringend auf internationaler Agenda diskutiert werden. Das sind die Forderungen.

Menschenhandel, Zwangsarbeit und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse gehören zu den Schattenseiten unserer globalisierten Wirtschaft. Mit einer mobilen Ausstellung macht das katholische Hilfswerk Missio Aachen seit Jahren, auf diese Formen moderner Sklaverei aufmerksam – und zieht nun eine positive Bilanz ihrer Sensibilisierungsarbeit.

Schätzungen zufolge müssen weltweit rund 50 Millionen Menschen in ausbeuterischen Verhältnissen leben. Zum Internationalen Tag gegen Menschenhandel lenkt Missio München den Blick auf jene, die den Betroffenen helfen.

Vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft lenkt die Kirche in Mexiko den Blick auf die dunkle Seite des Turniers. Und gibt Tipps, was man gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung tun kann.

Prostitution habe eine industrielle Dimension, sagt der Geschäftsführer des Hilfswerks Renovabis. Er fordert ein Sexkaufverbot – und wirft der Gesellschaft jahrzehntelanges Wegsehen vor.

Zweimal im Jahr steht Menschenhandel besonders im Fokus. Während der allgemeine Welttag am 30. Juli begangen wird, ist es in der katholischen Kirche der 8. Februar. Die deutschen Bischöfe kritisieren „moderne Sklaverei“.

Auch in Europa werden bis heute Menschen verkauft und missbraucht, als wären sie eine handelbare Ware. Die rumänische Psychologin Iana Matei geht dagegen vor – und erhielt für ihr Engagement nun eine wichtige Auszeichnung.

Menschenhandel gilt zu Recht als eines der abscheulichsten Verbrechen unserer Zeit – und es ist zugleich ein Milliardengeschäft. Die Europäische Union schätzt die Profite, die mit der „Ware Mensch“ gemacht werden, auf mehr als 46,9 Milliarden Euro pro Jahr. Und einer erst kürzlich vorgestellten Studie der EU-Kommission zufolge hat der Menschenhandel in der Europäischen Union…

Menschenhandel – ein perfides Verbrechen. Die Täter agieren lautlos, skrupellos und grenzenlos. Ihre Opfer schweigen aus Angst und Scham. Die Profiteure bleiben unerkannt. Das macht Ermittlungen schwierig. Verlässliche Zahlen gibt es nicht, die Dunkelziffern sind hoch. Anhand des Schicksals einer jungen Rumänin in Deutschland zeigt Inge Bell, wie das unfassbare System Menschenhandel hier und heute…