Guinea, Sierra Leone und Liberia auf der Karte. Karte: dr/weltkirche.de auf Basis von Natural Earth-Daten

Sierra Leone: Bischöfe verurteilen Gewalt gegen Priester und Überfälle auf kirchliche Einrichtungen

Am 27. Januar wurde in Sierra Leone der Priester James Joshua Jamiru in seinem Pfarrhaus in Pendembu angegriffen. Es war nicht die erste Attacke dieser Art. Sierra Leone hat ein Gewaltproblem.

Die katholischen Bischöfe von Sierra Leone haben die zunehmende Gewalt gegen Geistliche und kirchliche Einrichtungen scharf verurteilt. Anlass ist ein weiterer Angriff auf einen Priester, der sich Ende Januar im Osten des Landes ereignete. In einer gemeinsamen Erklärung, die dem Missionspressedienst Fides vorliegt, sprechen die Bischöfe von „tiefer Besorgnis“ und erklären ihre Solidarität mit den betroffenen Priestern, Ordensleuten und kirchlichen Mitarbeitern. „Wir verurteilen mit Nachdruck die Angriffe auf Geistliche und Ordensleute sowie die Plünderung von Missionsstationen in unseren Diözesen“, heißt es.

Am 27. Januar wurde Pfarrer James Joshua Jamiru im Pfarrhaus der Marienkirche in Pendembu in der Region Upper Bambara angegriffen, nachdem ein Täter in das Gebäude eingedrungen war. Der Priester erlitt Verletzungen an Händen, Kopf und beiden Knien. Der mutmaßliche Angreifer konnte später von der Polizei festgenommen werden.

Die Bischöfe erinnern in ihrer Erklärung daran, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt. Bereits im August des vergangenen Jahres war Pfarrer Augustine Dauda Amadu, Seelsorger der Kirche der Unbefleckten Empfängnis in Kenema, bei einem Überfall auf sein Wohnhaus getötet worden. Nach Informationen von Fides wurden inzwischen inzwischen sechs Personen wegen des Mordes angeklagt. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden waren die Täter bewaffnet in das Pfarrhaus eingedrungen, um einen Laptop und Bargeld zu rauben.

Seit der Ermordung von Pfarrer Amadu und der jüngsten Verwundung von Pfarrer Jamiru sei eine deutliche Zunahme von Diebstählen und Raubüberfällen auf kirchliche Einrichtungen und Mitarbeitende zu beobachten, betonen die Bischöfe. Besonders betroffen seien Missionsstationen, deren Eigentum für die Arbeit mit Armen und Bedürftigen bestimmt sei.

Die Bischöfe bekräftigen ihre „unerschütterliche Solidarität“ mit Priestern, Ordensleuten und Laien, die durch bewaffnete Überfälle, Einbrüche und Plünderungen traumatisiert worden seien, und fordern ein entschiedenes Handeln der staatlichen Stellen. „Es ist Zeit, Schluss zu machen“, heißt es in der Erklärung. Die Polizeibehörden werden aufgefordert, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um weitere Gewalttaten zu verhindern.

Mit Information von Fides

Karte: dr/weltkirche.de auf Basis von Natural Earth-Daten

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