Arbeitnehmerorganisationen schätzen die Zahl der Haushaltshilfen in Indonesien auf bis zu drei Millionen. Viele davon werden Opfer von Gewalt, Ausbeutung oder auch Menschenhandel. Wie sich das nun ändern soll.
Nach über zwei Jahrzehnten Beratung hat Indonesien ein Gesetz für eine bessere Stellung von Haushaltshilfen verabschiedet. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Antara News. Organisationen, die seit langem für die Rechte der Haushaltshilfen kämpften, begrüßten das Gesetz zum Schutz der mehrheitlich weiblichen Haushaltshilfen vor Ausbeutung und Gewalt als „historischen Moment“.
Haushaltshilfen haben nun Anspruch auf Berufsausbildung, Gesundheitsversorgung und Arbeitslosengeld. Das Gesetz verbietet zudem ausdrücklich die Beschäftigung von Personen unter 18 Jahren als Hausangestellte. Darüber hinaus müssen Personalvermittlungsagenturen in Zukunft eine Lizenz beantragen und dürfen nicht mehr vom Lohn der vermittelten Haushaltshilfen Provisionen einbehalten.
Arbeitnehmerorganisationen schätzen die Zahl der Haushaltshilfen in Indonesien auf bis zu drei Millionen. Viele davon werden Opfer von Gewalt, Ausbeutung oder auch Menschenhandel.
Text: KNA | Bild: zerophoto/stock.adobe.com (Symbolbild 2024)







