Digitaler Kolonialismus – Wie Tech-Konzerne und Großmächte die Welt unter sich aufteilen

Lesung und Diskussion mit Sven Hilbig am 27.04.2026 um 18:30 Uhr in der Katholischen Akademie Franz Hitze Haus (Münster)

Innovativ, mächtig, rücksichtslos – die Narrative über die Digitalisierung, die seit drei Jahrzehnten erzählt werden, klingen fast immer gleich: Zu verdanken haben wir den digitalen Fortschritt genialen Informatiker:innen und gewieften Unternehmer:innen, die Dinge wie Computer und Betriebssysteme, Smartphones und Social Media erfanden – Technologien, die unsere Welt auf den Kopf stellten.

Doch in diesen Erfolgsgeschichten ist kein Platz für die Menschen, die mit ihrer Arbeit wesentlich dazu beitragen. Die Digitalisierung beruht oft auf materiellen Abhängigkeits- und Ausbeutungsverhältnissen: Arbeitskräfte, Rohstoffe und Daten. Den Preis dafür zahlt vor allem der sogenannte Globale Süden.

Sven Hilbig beleuchtet in seinem Buch „Digitaler Kolonialismus“ den blinden Fleck der Digitalisierung und deren weltweite Folgen. Nominiert für den Deutschen Sachbuchpreis 2025, zeigt das Buch die Kritik am digitalen Kolonialismus auf – einem Phänomen,
das zwar nicht neu ist, in Deutschland und Europa bislang jedoch kaum gehört oder diskutiert wurde. Sven Hilbig macht deutlich wie Tech-Konzerne und Großmächte von der Ausbeutung des Globalen Südens profitieren.

Die zentrale Botschaft ist: „KI wird es nicht richten.“

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