
Trumps Vernichtungs-Drohung gegen den Iran kam im Vatikan gar nicht gut an. Der Papst reagierte mit direkter Kritik am US-Präsidenten. Ein deutscher Philosoph lobt Leos Eintreten für die „moralische Wahrheit“.

Banges Warten auf die Nacht: US-Präsident Trump hat damit gedroht, bis zum Morgen eine ganze Zivilisation auszulöschen. Diese neue verbale Eskalation ruft die obersten Friedensmahner auf den Plan.

Nach Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs stürzt ein einstiger Held der US-Landarbeiter vom Sockel. Nicht nur die von César Chávez (1927-1993) mitgegründete Gewerkschaft ist über die Enthüllungen schockiert.

Paderborns Erzbischof Udo Bentz fordert einen sofortigen Stopp der Kampfhandlungen im Iran. Der Nahost-Kenner hält den Militäreinsatz weder für rechtmäßig noch für wirksam. Mit klaren Worten geht er mit Trump ins Gericht – und warnt vor Eskalation.

Im texanischen Migrationshotspot El Paso kritisiert die Kirche die Trump-Regierung: „Massenabschiebungen machen unsere Gemeinden nicht sicherer.“ Mitarbeiter der Behörden sollten ihrem Gewissen folgen.

Nach Missbrauchsfällen muss das Bistum El Paso mit Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe rechnen. Das könnte zur Zahlungsunfähigkeit führen. Daher zieht die Kirche die Notbremse – wie etliche US-Bistümer vorher.

Erstmals seit Beginn des Kriegs im Iran hat sich der Vatikan umfassend und kritisch zum Vorgehen der USA und Israels geäußert. Der Staatssekretär des Papstes stellte die Begründungen für den Krieg infrage.

Der Konflikt im Nahost weitet sich aus. Hineingezogen werden Zivilisten und Länder, die viele Flüchtlinge beherbergen. Organisationen der internationalen Hilfe, der Vereinten Nationen und der Kirche rufen Halt.

Nach den Attacken Israels und der USA auf den Iran droht ein neuer Flächenbrand in Nahost. Mittendrin: Christen im Libanon, die zwischen die Fronten geraten.

Erst vor kurzem war Papst Leo als Botschafter von Frieden und Hoffnung im Libanon. Doch schon wieder steckt die einstige „Schweiz des Nahen Ostens“ in einem Konflikt. Eindrücke aus einem religiös vielfältigen Land.