Schriftzug Weltkirche-Termine

Schwerer Abschied – warum es wichtig ist, koloniale Prägungen wahrzunehmen und zu überwinden

08.10.2026, Meschede

Der Kolonialismus ist in Deutschland eine oft vergessene Epoche. Dabei prägen seine Folgen bis heute unsere Welt, unser Denken und Fühlen – und auch politische Entscheidungen. Gerade in einer Zeit globaler Umwälzungen lädt dieser Abend dazu ein, genauer hinzusehen: Was sind koloniale Denkmuster und Strukturen? Wo begegnen sie uns in Alltag, Gesellschaft und Kirche? Im Mittelpunkt stehen die Fragen, was diese Denkmuster für unterschiedliche Menschen bedeuten – und welche persönlichen wie gesellschaftlichen Schritte zu mehr Gerechtigkeit, Solidarität und Menschenwürde nötig sind. Ein Abend zum Zuhören, Nachfragen und gemeinsamen Weiterdenken für alle, die sich für globale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Verantwortung interessieren.

Marianne Pötter-Jantzen arbeitet als Referentin für Politik bei Misereor. Die Diplom-Geografin ist Co-Koordinatorin im Netzwerk „BI*PoC in entwicklungspolitischen NGOs“ und ist Mitglied der „Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD)“. Als Trainerin und Beraterin begleitet sie Organisationen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen, die Diskriminierung entgegentreten und die Demokratie stärken wollen.

Beginn: 19:30 Uhr



Mehr aus der Weltkirche

  • Die Ware „Mensch“

    Die Ware „Mensch“

    Menschenhandel gilt zu Recht als eines der abscheulichsten Verbrechen unserer Zeit – und es ist zugleich ein Milliardengeschäft. Die Europäische Union schätzt die Profite, die mit der „Ware Mensch“ gemacht werden, auf mehr als 46,9 Milliarden Euro pro Jahr. Und einer erst kürzlich vorgestellten Studie der EU-Kommission zufolge hat der Menschenhandel in der Europäischen Union…


  • Das „System Menschenhandel“

    Das „System Menschenhandel“

    Menschenhandel – ein perfides Verbrechen. Die Täter agieren lautlos, skrupellos und grenzenlos. Ihre Opfer schweigen aus Angst und Scham. Die Profiteure bleiben unerkannt. Das macht Ermittlungen schwierig. Verlässliche Zahlen gibt es nicht, die Dunkelziffern sind hoch. Anhand des Schicksals einer jungen Rumänin in Deutschland zeigt Inge Bell, wie das unfassbare System Menschenhandel hier und heute…



Weitere Weltkirche-Meldungen: