Indiens Premierminister Narendra Modi und seine Bharatiya Janata Party stecken in der Krise. Die Proteste reißen nicht ab. Welche Forderungen Demonstranten und Oppositionsparteien stellen.
In Indiens Hauptstadt Neu-Delhi haben am Sonntagnachmittag erneut Tausende für den Rücktritt des Leiters der Wahlkommission demonstriert. Sie waren dem Aufruf der Oppositionskoalition India gefolgt, berichteten indische Medien am Sonntag. Der nationalen Wahlkommission und ihrem Leiter Gyanesh Kumar wird vorgeworfen, bei der Überprüfung der Wählerverzeichnisse rund 130 Millionen Namen zu Unrecht gestrichen zu haben.
Der Demonstrationszug für Demokratie wurde Berichten zufolge von Oppositionsführer Rahul Gandhi angeführt worden. „Der erste Schritt, um das Land auf den richtigen Weg zu bringen, ist die Absetzung von Gyanesh Kumar“, sagte er. Anschließend sei Narendra Modi an der Reihe, sagte Gandhi in Richtung Premierminister.
Nach Ansicht der Opposition und der satirischen „Kakerlakenpartei“ hatte die Wahlkommission die Wählerlisten zugunsten der regierenden hindu-nationalistischen Bharatiya Janata Party (BJP) verändert.
Diese hat für den 3. bis 5. November in ihrer Hochburg Uttar Pradesh Gegenkundgebungen angekündigt. Geplant ist unter anderem eine Fußwallfahrt zu Pilgerstätten. Beobachtern zufolge soll so eine breite Öffentlichkeit mobilisiert werden.
Text: KNA | Bild: Open Street Map-Mitwirkende







