Bab al-Mandab Karte Bild: dr/weltkirche.de auf Grundlage von Natural Earth-Daten

Nach Unruhen fliehen Tausende aus Äthiopien nach Kenia

Seit der vergangenen Woche breitet sich Gewalt im Süden Äthiopiens aus. Viele Menschen suchen im benachbarten Kenia Schutz. Internationale Organisationen warnen vor wachsendem humanitärem Bedarf.

Nach anhaltenden Zusammenstößen in Äthiopien fliehen Tausende ins benachbarte Kenia. Man beobachte die Lage an der kenianisch-äthiopischen Grenze bei Moyale aufmerksam, teilte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) am Mittwoch in Genf mit. Dort kam es in den vergangenen Tagen zu bewaffneten Auseinandersetzungen, die sich Medienberichten zufolge in weitere Distrikte in Äthiopien ausbreiteten. Hintergrund sind Autonomieansprüche der ostäthiopischen Verwaltungsregion Somali.

Wie das UNHCR unter Berufung auf lokale Behörden mitteilte, überquerten bis zu 50.000 Menschen die Grenze nach Kenia. Manche seien bei Verwandten untergekommen, andere suchten in Notquartieren wie Schulen und Kirchen Zuflucht. Neben Trinkwasser, Unterkünften, sanitären Einrichtungen und medizinischer Versorgung würden vor allem Lebensmittel dringend benötigt.

Den Angaben zufolge arbeiten das UN-Flüchtlingshilfswerk und andere Organisationen der Vereinten Nationen wie die Internationale Organisation für Migration, das Kinderhilfswerk Unicef und das Welternährungsprogramm WFP mit dem Kenianischen Roten Kreuz und anderen humanitären Partnern in der Nothilfe zusammen.

Text: KNA | Bild: dr/weltkirche.de auf Grundlage von Natural Earth-Daten

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