Nirgendwo ist das Katastrophenrisiko so groß wie auf den Philippinen. Der südostasiatische Inselstaat steht erneut an der Spitze des Weltrisikoberichts. Deutschland verbessert zwar seinen Rang – doch nicht sein Ergebnis.
Die Philippinen bleiben das Land mit dem größten Risiko für Naturkatastrophen weltweit. Der südostasiatische Inselstaat steht auch in diesem Jahr wieder an der Spitze des Weltrisikoindex, den das Bündnis Entwicklung Hilft am Mittwoch veröffentlichte. Wie im Vorjahr folgen dahinter Indien und Indonesien. Deutschland verbessert sich zwar platzierungstechnisch im Vergleich zum Vorjahr von Platz 95 auf 99. Das rechnerische Katastrophenrisiko steige aber leicht.
Der Index ist Teil des jährlich vom Hilfsbündnis herausgegebenen Weltrisikoberichts. Das Katastrophenrisiko wird dabei aus dem Mittelwert von Exposition, also Gefährdung der Bevölkerung durch verschiedene Naturkatastrophen, und Vulnerabilität, also Anfälligkeit für, Bewältigung von und Anpassung an Katastrophen, berechnet. Die Philippinen kommen hierbei für das laufende Jahr auf einen Wert von 46,69 (2025: 46,56), Deutschland auf 4,29 (2025: 4,28). Am geringsten ist das Katastrophenrisiko demnach in den europäischen Zwergstaaten Monaco (0,21), San Marino und Andorra (jeweils 0,33).
Der jährliche Weltrisikobericht wird vom Bündnis Entwicklung Hilft herausgegeben. Dieses bildet sich aus den Hilfswerken Misereor, Brot für die Welt, der Christoffel-Blindenmission, der DAHW Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe, der Kindernothilfe, Medico International, Plan International, Terre des Hommes und der Welthungerhilfe sowie den assoziierten Mitgliedern German Doctors und Oxfam. Wissenschaftlich betreut wird der Bericht durch das Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr-Universität Bochum.
Text: KNA | Bild: Tyler Orsburn/CNS photo/KNA






