Leere Patronenhülsen im Gazastreifen (Palästinensische Gebiete), auf dem Gebiet des israelischen Militärpostens, am 5. November 2025. Bild: Andrea Krogmann/KNA

Vatikan prangert Rüstungsausgaben an

Militäraufwendungen weltweit erreichten vergangenes Jahr ein Rekordhoch. Demgegenüber werden Ausgaben für Nothilfe und Entwicklung gekürzt. Aus Sicht des Heiligen Stuhls eine fatale Entwicklung.

Der Vatikan hat seine Forderung nach Abrüstung und Rüstungskontrolle bekräftigt und die vergleichsweise geringen Aufwendungen für Entwicklung angeprangert. Die weltweiten Militärausgaben in der Rekordhöhe von über 2,89 Billionen US-Dollar im vergangenen Jahr stünden in einem „gravierenden Ungleichgewicht zu den begrenzten Ressourcen, die für die Deckung grundlegender Bedürfnisse und die Förderung einer ganzheitlichen menschlichen Entwicklung bereitgestellt werden“, erklärte der diplomatische Vertreter des Vatikans bei der Überprüfungskonferenz des Übereinkommens über Streumunition, die am Montag in Laos begann.

Abrüstungsverträge seien moralische Verpflichtungen gegenüber heutigen und künftigen Generationen, sagte Vatikanbotschafter Erzbischof Ettore Balestrero, Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf, laut Redeskript. Der Vatikan rufe die Staaten auf, das humanitäre Völkerrecht zu stärken und den „entwaffnenden Weg der Diplomatie“ zu beschreiten. Internationale Abkommen zur Rüstungsbeschränkung seien eine „Quelle der Stärke“ und dienten dem Schutz der Schwächsten sowie der vielen Unschuldigen, die von der Grausamkeit von Konflikten und deren tödlichem Erbe betroffen seien, sagte Balestrero. Thema der fünftägigen Konferenz in Vientiane, der Hauptstadt des südostasiatischen Laos, sind Anpassungen der 2008 verabschiedeten Oslo-Konvention gegen Streumunition.

Text: KNA | Bild: Andrea Krogmann/KNA

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