Nachrichten aus der Weltkirche. Bild: billionphotos.com/stock.adobe.com

Caritas: 1.000 humanitäre Helfer weltweit in drei Jahren getötet

Humanitäre Helfer begeben sich freiwillig in Krisen- und Kriegsgebiete. Die Gefahren sind enorm und werden immer größer. Caritas international fordert die Bundesregierung auf, mehr für den Schutz der Helfer zu tun.

Innerhalb von drei Jahren sind nach Angaben der Caritas weltweit 1.034 Helferinnen und Helfer unterschiedlicher Organisationen getötet worden. Zugleich sei die Zahl schwerer Sicherheitsvorfälle gegen Hilfsorganisationen deutlich gestiegen, und immer häufiger seien die eigenen Caritas-Mitarbeiter und Partner betroffen, beklagte das Hilfswerk Caritas international am Freitag in Freiburg. „Humanitäres Völkerrecht ist keine unverbindliche Empfehlung“, sagte Leiter Oliver Müller zum Welttag der humanitären Hilfe am 19. August.

„Wenn Helfende getötet, Lager geplündert und Hilfskonvois angegriffen werden, dürfen wir das nicht als unvermeidbare Begleiterscheinung hinnehmen. Wer Helfer angreift, trifft nicht nur einzelne Menschen. Er nimmt Kranken, Kindern und Familien die Hilfe, auf die sie angewiesen sind“, fügte Müller hinzu. Die Bundesregierung und die EU müssten den Schutz humanitärer Helfer in internationalen Gesprächen konsequenter einfordern und dürften Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht nicht folgenlos lassen.

Text: KNA | Bild: billionphotos.com/stock.adobe.com

Mehr aus der Weltkirche

  • Die Ware „Mensch“

    Die Ware „Mensch“

    Menschenhandel gilt zu Recht als eines der abscheulichsten Verbrechen unserer Zeit – und es ist zugleich ein Milliardengeschäft. Die Europäische Union schätzt die Profite, die mit der „Ware Mensch“ gemacht werden, auf mehr als 46,9 Milliarden Euro pro Jahr. Und einer erst kürzlich vorgestellten Studie der EU-Kommission zufolge hat der Menschenhandel in der Europäischen Union…


  • Das „System Menschenhandel“

    Das „System Menschenhandel“

    Menschenhandel – ein perfides Verbrechen. Die Täter agieren lautlos, skrupellos und grenzenlos. Ihre Opfer schweigen aus Angst und Scham. Die Profiteure bleiben unerkannt. Das macht Ermittlungen schwierig. Verlässliche Zahlen gibt es nicht, die Dunkelziffern sind hoch. Anhand des Schicksals einer jungen Rumänin in Deutschland zeigt Inge Bell, wie das unfassbare System Menschenhandel hier und heute…



Weitere Weltkirche-Meldungen: