China auf Landkarte. Frank Jr / stock.adobe.com

Wieder ein neuer Bischof in China geweiht

Seit 2018 regelt ein „Geheimabkommen“ zwischen Peking und dem Vatikan die Ernennung und Weihe neuer katholischer Bischöfe in der Volksrepublik China. Der Vertrag ist umstritten, aber er funktioniert offensichtlich.

Abermals ist in der Volksrepublik China ein katholischer Bischof mit Zustimmung der chinesischen Behörden und des Papstes geweiht worden. Wie das vatikanische Presseamt am Mittwoch mitteilte, wurde Franz Xaver Duan Yongkun (45) am selben Tag zum Koadjutor-Bischof von Bameng in der zur China gehörenden Inneren Mongolei geweiht. Papst Leo XIV. habe bereits am 15. Juni seine Zustimmung erteilt und Duan zum Koadjutor ernannt. Ein Koadjutor unterstützt den amtierenden Bischof und wird meist dessen Nachfolger.

Die nun erfolgte Weihe sei „im Rahmen des provisorischen Abkommens zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China“ geschehen, heißt es in der Mitteilung. Dieser auch als vatikanisch-chinesisches Geheimabkommen bezeichnete Vertrag regelt seit 2018 das einvernehmliche Miteinander von Kirche und Staat bei der Ernennung und Weihe von Bischöfen. Konservative kirchliche Kreise kritisieren ihn, weil er aus ihrer Sicht der Kommunistischen Partei Chinas zu weit gehende Mitspracherechte in innerkirchlichen Angelegenheiten einräumt.

Erst vor einer Woche hatte der Vatikan mitgeteilt, dass Giuseppe Chang Yanfeng zum Bischof geweiht wurde und nun das Bistum Chifeng im Nordosten des Landes leitet.

Text: KNA | Bild: Frank Jr / stock.adobe.com

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