Symbolbild Waldbrand Bild: ververidis/stock.adobe.com

Erzbischof von Bordeaux besorgt über schwere Waldbrände

Schwere Waldbrände erschüttern Spanien und den Südwesten Frankreichs. Nahe Bordeaux haben kürzlich zwei Feuermänner im Einsatz ihr Leben verloren.

Jean-Paul James, Erzbischof von Bordeaux, ist besorgt über die anhaltenden Waldbrände im Südwesten Frankreichs. In einer auf der Homepage seiner Diözese veröffentlichten Mitteilung erinnerte er an zwei Feuerwehrmänner, die in dieser Woche in Mérignac bei Bordeaux ums Leben gekommen sind. Hunderte Feuerwehrleute kämpften unter Einsatz ihres Lebens gegen einen verheerenden Brand, schrieb er. Die Waldbrände bewegen sich Berichten zufolge auf die Stadt Bordeaux zu.

James begrüßte außerdem die große „Solidarität und Gastfreundschaft“ für Feuerwehrleute, Rettungskräfte und Evakuierte. Den Angaben zufolge mussten bisher mehr als 167.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Neben Einheimischen sind auch Urlaubsgäste darunter. Sie seien, so der Erzbischof, in großer Sorge.

Neben Frankreich gibt es auch in Spanien heftige Waldbrände. In Spanien wurde bereits der Notstand für zwei Regionen ausgerufen, in Frankreich wurden bereits mehr als 20.000 Menschen evakuiert, darunter Tausende Urlauber in der Region.

EU unterstützt Frankreich und Spanien im Kampf gegen Brände

Im Kampf gegen Waldbrände unterstützt nun auch die Europäische Union Frankreich und Spanien mit Löschflugzeugen, Hubschraubern und Feuerwehrkräften. Über den EU-Katastrophenschutzmechanismus stellen andere europäische Länder sowie die EU selbst 13 Flugzeuge, 4 Hubschrauber sowie 41 Fahrzeuge und rund 130 Einsatzkräfte, wie die EU-Kommission am Montag in Brüssel mitteilte. Auch Deutschland beteiligt sich.

Beide Länder werden laut Kommission außerdem mit Satellitenbildern des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus versorgt, um die Löscharbeiten zu unterstützen. Nach Angaben der Kommission mussten wegen der Brände in beiden Ländern zusammen mehr als 300.000 Menschen ihre Häuser verlassen – eine der größten Evakuierungen jemals in Europa. EU-Krisenkommissarin Hadja Lahbib sagte, kein Land müsse eine Katastrophe dieses Ausmaßes allein bewältigen.

Über den Katastrophenschutzmechanismus können teilnehmende Länder Hilfe anfragen. Dies wird dann an die anderen teilnehmenden Staaten weitergegeben. Neben den EU-Ländern sind das zehn weitere, etwa die Türkei, Norwegen und die Ukraine. Die EU-Kommission koordiniert Hilfsangebote und beteiligt sich an der Finanzierung der Einsätze. Reichen die Hilfsangebote der Länder nicht aus, kann die EU aus ihrer eigenen strategischen Reserve „rescEU“ auf 22 Flugzeuge und 5 Hubschrauber zurückgreifen.

Text: KNA | Bild: ververidis/stock.adobe.com (Symbolbild)

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