Papst Leo XIV. stellt kurz vor der Sommerpause die Spitze mehrerer Vatikan-Behörden neu auf. Eine Frau übernimmt erstmals die Leitung des Entwicklungsministeriums. Und es gibt weitere Neubesetzungen.
Vor der anstehenden Sommerpause hat Papst Leo XIV. wichtige Personalentscheidungen getroffen. Ab dem 1. September übernimmt die italienische Ordensfrau Alessandra Smerilli (51) die Leitung des vatikanischen Entwicklungsministeriums, wie der Vatikan am Dienstag mitteilte. Sie folgt auf Kardinal Michael Czerny, der am 18. Juli sein 80. Lebensjahr vollendet und nach fünf Jahren in diesem Amt in den Ruhestand geht.
Bereits seit 2022 ist sie Vizeleiterin der Behörde, die sich mit Umweltschutz, Migration und humanitären Notsituationen befasst. Mit ihrer Ernennung zur Präfektin wird die Don-Bosco-Schwester und Wirtschaftswissenschaftlerin die dritte Frau an der Spitze eines der insgesamt 16 Dikasterien, die mit Ministerien vergleichbar sind.
An ihre Seite stellt der Papst Kardinal Fabio Baggio (61) als Pro-Präfekt. Er ist bisher Untersekretär der Behörde, genauso wie der Priester Jozef Barlaš (41), der nun zum Sekretär aufsteigt.
Als Sekretär in das Dikasterium für den Dienst der Nächstenliebe wechselt der argentinische Priester Lucio Adrián Ruiz (61). Er bekleidete bislang den Posten als Vize-Leiter der Kommunikationsbehörde. Erst im Juni ernannte der Papst mit der US-Amerikanerin Maria Montserrat Alvarado eine neue Kommunikationschefin, die ihr Amt am 1. November antreten wird.
Wer Ruiz Nachfolger als Nummer zwei der Vatikan-Kommunikation wird, ist bislang nicht bekannt. Wohl aber Ruiz Vertreter in seinem neuen Dikasterium: Massimo Ralli übernimmt den Posten des Untersekretärs. Geleitet wird Wohltätigkeitsdienst von einem Papst-Vertrauten, dem spanischen Ordensmann und Bischof Luis Marín de San Martín.
Neben der Ernennung von neuen Mitgliedern und Beratern der Evangelisierungsbehörde, gab der Vatikan noch eine weitere Personalie bekannt. Der italienische Kurienbischof Marco Mellino (59) übernimmt als Sekretär die Vize-Leitung des Dikasteriums für die Gesetzestexte. Bislang war er „weiterer Sekretär“ neben dem spanischen Bischof Juan Ignacio Arrieta, der das übliche Ruhestandsalter von 75 Jahren erreicht hat.
Text: KNA | Bild: Cristian Gennari/Romano Siciliani/KNA


