Weltkarte mit Indien als Zentrum. Bild: Open Street Map-Mitwirkende

In Indien sterben drei bekannte Pastoren bei einem Anschlag

Manipur im Nordosten Indiens kommt nicht zur Ruhe. Jetzt gab es einen Anschlag. Unter den Todesopfern sind auch Kirchenvertreter.

Im indischen Bundesstaat Manipur sind bei einem Anschlag drei baptistische Pastoren getötet und mehrere Personen verletzt worden. Sie waren laut Informationen des Nachrichtenportals Indian Express vom Donnerstag in einen Hinterhalt geraten. Seit drei Jahren schwelt in dem Bundesstaat im Nordosten Indiens ein Konflikt zwischen ethnischen Gruppen sowie zwischen Christen und Hindus.

An dem Konflikt beteiligt sind einerseits die hinduistischen Meitei und die christlichen Kuki. Zudem eskalierte in diesem Jahr auch die Gewalt zwischen den Kuki und den ebenfalls christlichen Naga. Letztere leben auch im Nordwesten Myanmars.

Unter den Toten war den Informationen zufolge auch Reverend Vumthang Sitlhou, Präsident der „Thadou Baptist Association“. Er hatte erst kürzlich ein Versöhnungstreffen zwischen Kuki und Naga initiiert.

Als „abscheulich“ verurteilte die katholische Bischofskonferenz Indiens auf ihrer Internetseite den Anschlag vom Mittwoch. Religiöse Meinungsführer seien in schwierigen Zeiten sozialer Unruhen eine Quelle der Hoffnung und Stärke. Ein Polizeisprecher machte laut Indian Express nicht näher genannte militante Gruppen für den Angriff verantwortlich.

Die von der hindu-nationalistischen Indischen Volkspartei (BJP) gestellte Landesregierung von Manipur äußerte sich bisher nicht offiziell zu dem Vorfall.

Text: KNA | Bild: Open Street Map-Mitwirkende

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