Neue Spitze der Deutschen Ordensoberenkonferenz 2026. Bild: Sr. Francesca Hannen OP

Ordensoberenkonferenz bestätigt Vorsitzenden Murk – Dominikanerin wird neue Stellvertreterin

Vor 20 Jahren wurde die Deutsche Ordensoberenkonferenz gegründet – nicht der erste Zusammenschluss seiner Art. Bei der Mitgliederversammlung in Vallendar wurde nun zurück geschaut – und der Vorstand teilweise neu besetzt.

Die Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK) hat einen neuen Vorstand gewählt. Bei der Mitgliederversammlung in Vallendar wurde Bruder Andreas Murk OFMConv erneut zum Vorsitzenden der DOK bestimmt. Neue stellvertretende Vorsitzende ist Schwester Katharina Hemmers OP, Generalpriorin der Dominikanerinnen von Bethanien.

Murk steht seit 2022 an der Spitze der DOK. Der 1983 in Dettelbach geborene Franziskaner-Minorit leitet seit 2019 die Provinz St. Elisabeth seines Ordens. Er trat 2003 in die Ordensgemeinschaft ein, studierte Theologie in Würzburg und Washington, und wurde 2010 zum Priester geweiht. Hemmers gehört bereits seit vier Jahren dem erweiterten Vorstand der DOK an. Die Sozialarbeiterin und Supervisorin war 17 Jahre lang Kinderdorfmutter und steht seit neun Jahren ihrer Ordensgemeinschaft vor.

Zum geschäftsführenden Vorstand gehören zudem Schwester Susanne Bader von den Kreuzschwestern Hegne sowie Pater Dr. Stefan Tertünte SCJ, Provinzoberer der Herz-Jesu-Priester. Neu in den erweiterten Vorstand gewählt wurden Schwester Francesca Hannen OP, Schwester Johanna Maria Höldrich OSF, Pater Dr. Peter Claver Narh SVD und Bruder Konrad Schneermann CAN.

Die Vorstandswahlen fanden im Rahmen der Mitgliederversammlung statt, bei der die DOK zugleich auf ihr 20-jähriges Bestehen zurückblickte. Die Dachorganisation war 2006 aus drei Zusammenschlüssen der Schwestern-, Priester- und Brüderorden entstanden. Die scheidende stellvertretende DOK-Vorsitzende Schwester Maria Thoma Dikow SMMP würdigte die Arbeit der DOK. Die Ordensleitungen hätten immer wieder Impulse bekommen, auch in Herausforderungen der Zeit Stellung zu beziehen und eine eigene Position zu entwickeln, so die Ordensfrau. „Das war und ist ein großer Dienst der DOK für uns alle: Den Horizont zu weiten, zu bestärken, zu vernetzen, um unserer Sendung in der Welt willen.“

Prägend für die Tagung waren zudem Themen wie die zunehmende Internationalisierung des Ordenslebens, neue Formen gemeinschaftlicher Entscheidungsfindung sowie Fragen des Kinderschutzes. Vertreter der päpstlichen Kinderschutzkommission „Tutela minorum“ würdigten die Zusammenarbeit mit der DOK und kündigten an, die Präventionsarbeit der deutschen Ordensobernkonferenz im kommenden Jahresbericht besonders hervorzuheben.

Die DOK vertritt nach eigenen Angaben die Interessen der Ordensgemeinschaften in Deutschland mit rund 8.800 Ordensfrauen und 3.000 Ordensmännern, die in etwa 1140 klösterlichen Niederlassungen leben.


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Text: weltkirche.de | Bild: Sr. Francesca Hannen OP/DOK

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